Wirtschaft

Wirtschaftsstandort MK - eine starke Industrieregion

Metall-, Kunststoff-, Elektro- und Sanitärartikel, aber auch Umwelt- und Medizintechnik gehören zu den Aushängeschildern der 15 Städte und Gemeinden. Mehr als 17.000 Arbeitsstätten – besonders im produzierenden Gewerbe, aber auch in Dienstleistung und Handel – tragen dazu bei, den Qualitätsanspruch heimischer Produkte weltweit zu festigen.

Der Märkische Kreis ist ein innovationsstarker Wirtschaftsstandort. Trotz der wachsenden Bedeutung der Dienstleistungen ist die Industrie der dominierende Wirtschaftsbereich. Von den insgesamt rund 147.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Märkischen Kreis (Stand: Juni 2011) sind rund 80.000 dem Produzierenden Gewerbe zuzuordnen. In einigen Städten des Märkischen Kreises liegt der Anteil der Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe sogar bei rund 70%. Der Dienstleistungsbereich steht mit fast 26.000 Arbeitsplätzen an zweiter Stelle vor Handel, Verkehr und Telekommunikation.

Forschung und Entwicklung

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Eine wichtige Rolle als Standortfaktor spielt die 1996 gegründete Fachhochschule (FH) in Iserlohn. Zum 1. Januar 2002 wurde die Fachhochschule Südwestfalen ins Leben gerufen. Sie ist ein Zusammenschluss der Märkischen Fachhochschule mit den Standorten Hagen und Iserlohn und der Fachhochschulabteilungen Meschede und Soest der Gesamthochschule-Universität Paderborn. Die FH Südwestfalen hat ihren Sitz in Iserlohn sowie Abteilungen in Hagen, Iserlohn, Meschede und Soest. Sie hat ihre Schwerpunkte in den Bereichen Ingenieurwissenschaft, Naturwissenschaft, Informatik, Betriebswirtschaft und Agrarwirtschaft. Zurzeit sind rund 4.000 Studierenden eingeschrieben.

Gemeinsam mit den Unternehmen sorgen zudem anwendungsorientierte Institute in den Bereichen Kunststoff, Umwelttechnik und Lichttechnik für einen funktionierenden Technologietransfer. Im ehemaligen Britischen Militärhospital am Seilersee in Iserlohn etablierte sich die Business and Information Technology School (BiTS). Die BiTS ist eine staatlich anerkannte private Hochschule. Ihre Absolventen verlassen nach acht Semestern den Campus als Führungsnachwuchs für die Unternehmen. Angeboten werden die drei Studiengänge Medienmanagement, Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik.

Branchenschwerpunkte

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Unternehmerische Initiative, Erfindungsreichtum und Risikobereitschaft sind Eigenschaften, die die Unternehmen im Märkischen Kreis stets praktiziert haben. So hat die Industrie vor allem in den zurückliegenden Jahren einen bemerkenswerten Anpassungsprozess vollzogen. Insbesondere die mittelständischen Unternehmen haben durch die Einführung neuer Technologien und die Realisierung von Produktinnovationen internationale Wettbewerbsfähigkeit bewiesen. Der Märkische Kreis gilt als eines der Zentren für die deutsche und internationale Automobilzuliefererindustrie. Hochqualifizierte Ingenieure fertigen hier sensible Elektroniksysteme für die Autos von morgen. Präzisionsgeschmiedete Bauteile aus Stahl, Aluminium, Titan oder Nickel, die in Mountainbikes ebenso wie in Jet-Fahrwerken oder ABS-Systemen Verwendung finden, tragen den Namen von Herstellerfirmen aus dem Kreisgebiet. Ein Audi, BMW, Volvo oder Alfa Romeo ist erst komplett durch die hochglanzpolierten Markenembleme von heimischen Unternehmen.

Zentrum der Drahtindustrie

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Vom Hersteller einfacher Drahtstifte bis zum Lieferanten haarfeinen Kupferdrahts für die Weltraumforschung liegen 80 Prozent aller deutschen Drahtziehereien im Märkischen Kreis. Zahlreiche Unternehmen produzieren in der Kunststoffverarbeitung, einem der stärksten Standbeine der Region. Betriebe in Lüdenscheid und Meinerzhagen haben sich durch Spezialmaschinenbau weltweit einen hervorragenden Namen in Sachen Kunststoff und vor allem Kunststoffmaschinenbau erworben.

Mehr als 50 Prozent aller deutschen Hersteller von Schrauben, Federn und Stanzteilen produzieren im Märkischen Kreis und machen ihn zu einem der bedeutendsten Zentren der Metallverarbeitung in Europa. Innovative Lichttechnik liefern bekannte Firmen marktführend und weltweit. Unternehmen der Schalt- und Regeltechnik setzen mit großem Erfolg richtungsweisende Maßstäbe. Systeme von regionalen Produzenten sind führend in Europa, wenn es um das Schalten und Leiten von Licht und Strom geht. Produkte der Armaturenindustrie sind hinsichtlich Technologie und Design international richtungsweisend. Aus Hemer stammen hochwertige Armaturen und Sanitärausstattungen.

Unternehmen mit Weltruf in der Entsorgungs- und Recycling-Technik entwickeln im Märkischen Kreis innovative Verfahren für einen umwelt- und ressourcenschonenden Materialkreislauf. Viele dieser Unternehmen verfügen über Niederlassungen und Tochtergesellschaften weltweit. Ihre High-Tech-Produkte sind Exportschlager.

Das Handwerk

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Das Handwerk im Märkischen Kreis gehört in seiner gesamten Bandbreite mit zu den wichtigen Grundpfeilern der heimischen Wirtschaft. Hervorzuheben ist das hohe Engagement dieses vielseitigen Wirtschaftszweiges in der Qualifizierung und Ausbildung. Einrichtungen wie das 1985 fertiggestellte Berufsbildungszentrum der Kreishandwerkerschaft in Iserlohn sind weit über die Landesgrenzen hinaus gefragte Ausbildungsstätten. Diverse Gewerbezentren wie das Entwicklungs- und GründerCentrum Lüdenscheid, das Mendener Technologie- und Gewerbezentrum sowie das Zentrum in Iserlohn leisten zusätzlich einen wirksamen Beitrag zur Förderung innovationsorientierter Existenzgründungen. Einen überregionalen Ruf genießt auch das Zentrum für Gerontotechnik in Iserlohn.

Gewerbe- und Industrieflächen

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Die Ausweisung von Gewerbe- Industrieflächen ist eine klassische Aufgabe der Städte und Gemeinden. Um sie bei ihren Bemühungen zu unterstützen und Unternehmen, Existenzgründern und Investoren kreisweit die Suche nach verfügbaren Gewerbe - und Industrieflächen zu erleichtern, hat das Kreiskatasteramt ein Rauminformationssystem entwickelt. Auf einem leistungsstarken Rechner werden alle gängigen Kartenwerke einschließlich der Automatisierten Liegenschaftskarte und die Festsetzungen der Landschaftspläne digital vorgehalten. Auf diese Weise ist eine Vernetzung der notwendigen Standortinformationen gewährleistet

Unter dem Stichwort Regionalmarketing gründete der Märkische Kreis die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GWS), was auf Kreisebene in Nordrhein-Westfalen einzigartig ist. Zu ihren Aufgaben gehört Image-Werbung, die Beratung von Existenzgründern, Information über öffentliche Finanzierungshilfen und die Bildung von Netzwerken. Der Standortwettbewerb zwingt dazu, die Kräfte zu bündeln. Um Fördermittel zur Strukturverbesserung von Bund, Land und der europäischen Union zu erhalten, erarbeitete der Märkische Kreis gemeinsam mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis und der Stadt Hagen ein regionales Entwicklungskonzept.

Aus- und Weiterbildung

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Die beruflichen und privaten Standards sowie Perspektiven der Städte und Gemeinden gehören zu den vergleichsweise komfortabelsten Deutschlands. 90 Kindergärten, 19 Sonderschulen, mehr als 160 Grund- und weiterführende Schulen, sieben Berufskollegs, eine Fachhochschule mit mehreren angegliederten Instituten, die private Hochschule sowie bewährte Weiterbildungsprogramme verschiedener Anbieter garantieren auch für die Zukunft eine optimale Aus- und Weiterbildungschance.

Zentrale Lage in Europa

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Neben der hohen Qualität seiner Produkte spricht für den Standort Märkischer Kreis auch seine zentrale Lage in Europa. Er liegt verkehrsgünstig zwischen den Wirtschaftsmetropolen an Rhein und Ruhr. Die Autobahn A45 durchschneidet ihn in Nord-Süd-Richtung. Was noch fehlt ist der Lückenschluss der A 46 im nördlichen Teil des Märkischen Kreises, um auch den Osten mit dem Westen zu verbinden. Die Flughäfen Dortmund, Düsseldorf und Köln liegen in unmittelbarer Nähe. Mit seinem Nahverkehrsplan hat der Märkische Kreis im Öffentlichen Personennahverkehr selbst die Grundlagen für einen bürgerfreundlichen Verkehrsservice gesetzt. Kernstücke sind der komfortable Schnellbus Lüdenscheid - Altena - Iserlohn, verkürzte Taktzeiten und der Nachtbus. Der Kreis verfügt über 38,575 Kilometer Autobahnen, 187,851 Kilometer Bundesstraßen, 364,180 Kilometer Landesstraßen und 180,334 Kilometer Kreisstraßen.

Ansprechpartner

Herr Hendrik Klein
02351 / 966-6150
02351 966886150
pressestelle@maerkischer-kreis.de

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Zuletzt aktualisiert am: 05.11.2012