"Luise heizt ein" am 1. Juli 2017 ab 17 Uhr

„Luise heizt ein“ - Mensch / Maschine
1. Juli 2017, Luisenhütte in Balve-Wocklum

Zum 12. Mal veranstaltet der Fachdienst Kultur und Tourismus an und in der historischen Luisenhütte mit ihrem interaktiven Technikmuseum das Kulturfestival „Luise heizt ein“. Wie immer steht auch in diesem Jahr die alte Hochofenanlage selbst im Mittelpunkt des Geschehens und öffnet ihre Tore weit für alle interessierten Besucher.

Fest verbunden mit der Geschichte der Luisenhütte Balve-Wocklum war die Arbeit der Menschen und die Nutzung maschineller Einrichtungen zur Zeit der beginnenden Industrialisierung. Wir spinnen diesen Faden nun weiter!

Unter dem Motto „Mensch / Maschine“ spannen wir mit einem künstlerischen Blick auf die Fähigkeiten von Menschen und den von ihnen entwickelten Maschinen und Automaten einen Bogen zwischen humanoiden und androiden Möglichkeiten. Ein Blick in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Was passiert, wenn unsere Maschinen menschlich werden? Oder die Menschen maschinell?

Eine wahre Symbiose gehen UliK Robotik und sein Drum-Roboter ein, um eine musikalische Komposition artistisch darzubieten. Ein Industrie-Roboter sattelt um! Was passiert, wenn Maschinen plötzlich ein Eigenleben entwickeln? Der dumpfe Lärm einer Trommel weckt nicht nur das Publikum auf: Ein gigantischer Trommelroboter ergreift die Gelegenheit den Trommler ein wenig zu necken. Der versucht seine beeindruckende Konkurrenz zu verdrängen, bis der Roboter ihn schließlich überzeugen kann, dass sie nur zusammen richtig gut spielen können.

Ein Hirte versucht eine Herde Maschinenwesen zu bändigen. Ein Walking Act zwischen Kunstinstallation und mobilem Theater. Ungewöhnlich. Auffällig. Bewegend. Langsam ziehen sie vorbei. Stampfend, mampfend, dampfend. Ritzel rotieren, Ketten klirren, metallische Augen leuchten. Hirten versuchen die Herde stählerner Kreaturen auf Kurs zu halten. Dort bricht eines aus, hier bleibt ein Junges zurück. Weidewechsel, Almabtrieb oder der Weg zum Schlachthof? Sirrend und surrend kurbeln sich die Tiere einer ungewissen Zukunft entgegen. Gestern modern, heute nur noch Altmetall – eine bittere Wahrheit unserer Zeit. Die lebendig gewordene Installation aus recycelten Fahrrädern visualisiert technischen Fortschritt und hinterfragt seinen Sinn.

Ein Mann wird durch die Hand des Publikums in einen silber-glänzenden Roboter verwandelt. Im ersten Augenblick eine bewegungslose Puppe ohne Leben und in der nächsten Sekunde offenbar doch eine ferngesteuerte Maschine, natürlich im "echten" Silber-Metallic-Look. Wir kombinieren ROBOT mit BLANKO: Die anfangs ganz in weiß gehaltene Figur erweist sich als lebende Projektionsfläche für die Zuschauer, die mit bereitgestellten Farben und Pinseln beginnen, BLANKO nach ihren eigenen Vorstellungen zu bemalen. Kommen die ersten Pinselstriche meist noch etwas zögerlich, entwickelt sich die Performance mit zunehmender Dauer zu einem regelrechten Happening. BLANKO wird mit immer neuen Farbschichten wieder und wieder übermalt, bis am Ende ein neuer Roboter entsteht …. JOHNman und Künstler-Kollege Hardy Neumann perfektionieren die Neuentdeckung der Langsamkeit.  

JOHNman gehört zu den Living-Doll-Darstellern der ersten Stunde und hat diese Kunstrichtung in Deutschland entscheidend mitgeprägt. Nach dem Gewinn der Weltmeisterschaften für Lebende Statuen im Jahre 2010 und 2013 beim WORLD LIVING STATUES FESTIVALS in Arnheim ist John Eicke in diesem Jahr erstmals zum internationalen künstlerischen Direktor dieses Festivals ernannt worden. Als „International Artistic Director“ sucht er weltweit neue und innovative Living Statue Acts für das World Living Statues Festival 2017 am 30.September und 1.Oktober in Arnheim / NL.

Einen Schritt zurück machen „De Coronas“: hier kommen nicht Hochglanzbühne und Mega-Technik zum Einsatz, sondern ein rostiger Balkon mit ganz besonderen Eigenschaften. Die holländische Band wird beweisen, dass dies genau die richtige Melange aus Technik und spielerischem Können ist, die es für gute Musik und gute Stimmung braucht.

Und wie Besuch aus einer anderen Welt erscheint DUNDU auf der Bildfläche. DUNDU – Die Giganten des Lichts. DUNDU sind Großpuppen mit fast fünf Metern Höhe, die für ihre spektakulären Auftritte bekannt sind. Mit ihnen ist es dem Puppenbauer Tobias Husemann gelungen, mechanische Gliederpuppen zu gestalten, die Größe und imposante Erscheinung mit natürlicher Anmut und Grazie vereinen. Die besondere Ausstrahlung dieser Figuren wird bei Dunkelheit durch die Illumination mit einem DMX gesteuerten Beleuchtungssystem noch gesteigert. Die weltweit größten freispielbaren Puppen werden in Harmonie mit der Musik zum Leben erweckt. Dabei schenken sie magische, unvergessliche Momente und verleihen Ideen eine phantasievolle Gestalt.

Animiert wird DUNDU von einem Ensemble mit fünf professionellen Puppenspielern. Diese große Anzahl von Spielern und ihre ausgefeilte Technik sorgen in Verbindung mit der hoch entwickelten Motorik der Puppe für die perfekte Illusion menschlich anmutender Bewegungen. Durch seine transparente Erscheinung können Betrachter ihre Phantasien in DUNDU projizieren und es entsteht ein subtiles kollektives Bewusstsein. Der Blick des Betrachters kreiert aus DUNDU eine Person und es entsteht ein kreatives Miteinander das zum Träumen anregt. Die überdimensionale Figur bewegt sich wie von Zauberhand und kommuniziert stumm mit den Besuchern. Mystisch und ergreifend wird besonders die Abschluss-Show in der Dunkelheit, wenn DUNDU leuchtet und sein Charme die Menschen bewegt.

Beginn ist ab 17 Uhr. Um 18 Uhr wird Landrat Thomas Gemke die Besucher offiziell begrüßen. Der Eintritt zur Veranstaltung inklusive Museum Luisenhütte und Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve ist frei. Außer fachkundigen Führungen durch die Luisenhütte werden noch spannende Mitmachaktionen angeboten.

  • Anfahrt: Wocklumer Allee, 58802 Balve
  • Keine Parkmöglichkeiten an der Luisenhütte; bitte nutzen Sie die ausgewiesenen kostenlosen Parkmöglichkeiten sowie den kostenlosen Shuttle-Transfer.

Kontakt

Frau Martina Handke
02352 / 966-7050
02352 966887050
m.handke@maerkischer-kreis.de

Nachricht an Frau Martina Handke

FD 40 - Kultur und Tourismus
Kreishaus I Altena
Bismarckstraße 15
58762 Altena
Raum: 107
Die Veranstaltung findet im Rahmen des Festivalverbundes „Live in den Fabrikskes“ statt und wird durch die Regionale Kulturförderung in der Kulturregion Südwestfalen vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt.
Zuletzt aktualisiert am: 19.06.2017