200 Jahre Fahrradgeschichte auf Burg Altena und im Deutschen Drahtmuseum

Freier Museumseintritt für Radler

Landrat Thomas Gemke und Dr. Agnes Zelck beim Rundgang durch die Sonderausstellung Rauf aufs Rad auf der Burg Altena und im Deutschen Drahtmuseum, Foto: Bernadette Lange/Märkischer Kreis
Landrat Thomas Gemke und Dr. Agnes Zelck beim Rundgang durch die Sonderausstellung Rauf aufs Rad auf der Burg Altena und im Deutschen Drahtmuseum, Foto: Bernadette Lange/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 12.11.2018
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Zahlreiche Besucher waren zur Eröffnung der Sonderausstellung „Rauf aufs Rad gekommen, um sich auf eine Zeitreise durch 200 Jahre Fahrradgeschichte zu begeben. Hauptdarsteller waren die 49 Fahrräder von 1817 bis heute. Die chronologische und technische Entwicklung des Zweirads ist im Deutschen Drahtmuseum zu sehen. Der zweite Teil auf der Bug Altena widmet sich den Themen Frauenradfahren, Radsport, Arbeitswelt, Kunst und Bedeutungswandel. Zu sehen gibt es auch goldene Siegerkränze und grüne Trikots sowie einen Eindruck wechselnder Frauenfahrradmoden.

Der Landrat machte deutlich, dass die Geschichte des Fahrrads durchaus auch eng mit dem Märkischen Sauerland verbunden ist: „Es gibt hier zahlreiche Radsport- und Radwandervereine, viele gut gekennzeichnete regionale und überregionale Radwege und auch eine heimische Fahrrad- und -zulieferindustrie.“ Bekannt waren die Fahrradspeichen der Firma Wilhelm Berg aus Altena und Fahrräder von Vaterland aus Neuenrade. Die Firma Busch + Müller aus Meinerzhagen ist die weltweit führende Marke für leistungsstarkes Licht am Rad.

Gemke bedankte sich bei allen Leihgebern und Spendern, die die Ausstellung erst möglich gemacht haben. Ein ausdrücklicher Dank ging an das Fahrradmuseum in Bad Brückenau, das die meisten Objekte zur Verfügung gestellt hat.

Ein ganz besonderes Angebot hatte er für alle künftigen Besucher: Wer mit dem Fahrrad zur Burg kommt, hat freien Eintritt in die Ausstellung Rauf aufs Rad. Schummeln gilt nicht, wer das Fahrrad mit in den Erlebnisaufzug nimmt, bekommt keinen Gratis-Eintritt.

Dr. Agnes Zelck, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den Museen des Märkischen Kreises und verantwortlich für Ausstellung, spannte bei ihrer Rede einen Bogen über die rund 200 Jahre Fahrradgeschichte: „Dieses revolutionäre Gefährt verdanken wir dem unermüdlichen Erfindergeist von Karl von Drais. Rund 73,5 Millionen Fahrräder sind heute auf deutschen Straßen unterwegs. Wer hätte das gedacht, als die Laufmaschine vor 200 und einem Jahr erstmals über eine Chaussee rollte?“ Die riesigen Steigerungsraten der vergangenen Jahre seien vor allem dem Boom des Pedelcs zu verdanken. „Die Unterstützung der Muskelkraft beim Fahrradfahren ist keine Erfindung unserer Tage.“ Bereits 1868 versah der Franzose Louis Guillaume Perreaux ein Tretkurbelrad mit einer spiritusbeheizten Dampfmaschine.

Für den musikalischen Rahmen sorgte das Vokalensemble Quartettico aus Dortmund. Mit A-cappella-Versionen von Bicycle (Queen), Mein Fahrrad (Die Prinzen) und Ich fahr so gerne Rad (P. Petrel) blieben die Sänger dicht beim Thema und sorgten für launige Unterhaltung.

Die Ausstellung ist bis zum 12. Mai 2019 im Deutschen Drahtmuseum und in den Museen der Burg Altena, beide an der Fritz-Thomée-Straße in Altena, zu sehen.  Jeweils an einem Sonntag im Monat werden offene, kostenlose Führungen durch die Fahrradausstellung angeboten. Diese Führungen starten im Sonderausstellungraum der Museen Burg Altena und enden im Deutschen Drahtmuseum. Bezahlt werden muss nur der Museumseintritt. Die nächsten Termine sind sonntags, 18. November und 16. Dezember jeweils um 15 Uhr. Gruppen können unter 02352 / 966-7032; a.zelck@maerkischer-kreis.de weitere Führungen buchen.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch mit 232 Seiten und mehr als 160 Abbildungen zum Preis von 10 € (ISBN 978-3-928625-15-2). Es ist in den Museumsshops erhältlich oder kann beim Verlag (Tel.: 0211 9 15 28 81, Email: kontakt@schwarzbunt-verlag.de) bestellt werden.

Weitere Informationen unter www.maerkischer-kreis.de.

 

Für den musikalischen Rahmen sorgte Das Vokalensemble Quartettico aus Dortmund blieb mit ihren A-cappella-Versionen von Bicycle (Queen), Mein Fahrrad (Die Prinzen) und Ich fahr so gerne Rad (P. Petrel) nahe am Thema, Foto: Bernadette Lange
Für den musikalischen Rahmen sorgte Das Vokalensemble Quartettico aus Dortmund blieb mit ihren A-cappella-Versionen von Bicycle (Queen), Mein Fahrrad (Die Prinzen) und Ich fahr so gerne Rad (P. Petrel) nahe am Thema, Foto: Bernadette Lange
Landrat Thomas Gemke wagte sich "Rauf aufs Rad" im Deutschen Drahtmuseum. Foto Bernadette Lange/Märkischer Kreis
Landrat Thomas Gemke wagte sich "Rauf aufs Rad" im Deutschen Drahtmuseum. Foto Bernadette Lange/Märkischer Kreis
Zuletzt aktualisiert am: 12.11.2018