51,5 Millionen Euro für Jugend und Bildung

Rekord bei der Heimunterbringung

128 Kinder und Jugendliche musste der Kreis im dritten Quartal in Heimen unterbringen. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis
128 Kinder und Jugendliche musste der Kreis im dritten Quartal in Heimen unterbringen. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 28.11.2018

Der Fachbereich Jugend und Bildung des Märkischen Kreises rechnet im kommenden Jahr mit Ausgaben in Höhe 51,5 Millionen Euro. Die Haushaltsmittel wurden im Jugendhilfeausschuss von der Verwaltung beantragt und einstimmig beschlossen. Ein Teil der Aufwendungen wird durch die Einnahmen aus der Differenzierten Kreisumlage gedeckt, welche die acht Städte und Gemeinden ohne eigenes Jugendamt zusätzlich zur allgemeinen Kreisumlage überweisen.


Mehr Geld möchte der Kreis zur Förderung jugendpflegerischer Aktivitäten der Jugendgruppen, Jugendvereine und Jugendverbände ausgeben. Künftig gibt es pro Kopf, je nach Angebot, zwischen 1,40 Euro und 5,70 Euro. Der neuen der Richtlinie stimmten die Ausschussmitglieder ausnahmslos zu. Die Förderbeträge waren seit 1997 nicht mehr angepasst worden. Dem standen aber steigende Kosten für die Durchführung der Maßnahmen der Träger der freien Jugendhilfe, von Vereinen und Verbänden gegenüber. Ebenso einstimmig votierten die Gremiumsmitglieder für die Änderung der Richtlinien über die Gewährung wirtschaftlicher Jugendhilfe.


Interessiert lauschten die Anwesenden den Berichten aus den unterschiedlichen Fachdiensten - beispielsweise für den Bereich Wirtschaftliche Erziehungshilfe. Mit 128 stationär in Heimerziehung untergebrachte Kinder- und Jugendlichen wurde im dritten Quartal dieses Jahres ein Rekord verbucht. Mit einer Quote von 63 Prozent Anteil bei den ambulanten Hilfen im Verhältnis zu den stationären Hilfen erzielt der Fachdienst des Kreises einen Spitzenwert.


Der Kreis plant nächstes Jahr 6,6 Millionen Euro für die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Heimpflege. Jeder Platz kostet pro Monat bis zu 6.600 Euro. Die Unterbringung in Familienpflege schlägt mit 2,2 Millionen Euro zu Buche, die Hilfen zur Erziehung für unbegleitete minderjährige Asylbewerber werden voraussichtlich 2,3 Millionen Euro betragen.

Zuletzt aktualisiert am: 28.11.2018