Energieeinspar-Contracting wird vorbereitet

Bau- und Straßenausschuss beschließt Etat 2019

Die Heizungsstränge im Lüdenscheider verteilen die Wärme auf verschiedene Gebäudebereiche. Foto: Christopher Einhaus/Märkischer Kreis
Die Heizungsstränge im Lüdenscheider verteilen die Wärme auf verschiedene Gebäudebereiche. Foto: Christopher Einhaus/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 29.11.2018
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Die Kreisverwaltung möchte in das Energiespar-Contracting einsteigen. Das erfuhren die Mitglieder des Bau- und Straßenausschusses bei ihrer jüngsten Sitzung. Hauptziel bei der Umsetzung ist die Verbesserung der Energieeffizienz in den kreiseigenen Gebäuden. Dadurch kann eine Kostenentlastung sowie CO2-Einsparung erreicht werden. Wie das genau geht, erläuterte Dr. Harald Baedeker, seit vielen Jahren als Ingenieur in dem Bereich tätig und zudem Energie-Contractor der bayerischen Stadt Schwabach im Ausschuss. Er hatte sich bei einem Ortstermin im Lüdenscheider Kreishaus umgesehen sowie im Berufskolleg für Technik des Kreises am Raithelplatz. Ein Contractor, erfuhren die Kreispolitiker, untersucht und bestimmt Einsparpotenziale. Und die können bis zu 25 Prozent liegen. 


In den Kreishäusern ist zum Teil veraltete Technik im Einsatz. „Die muss ohnehin modernisiert werden“, so Gebäudemanager Manfred Fischer. Beispielsweise sei der Heizkessel im Lüdenscheider Kreishaus 30 Jahre alt. Er bezifferte den Investitionsbedarf in den kommenden Jahren auf bis zu drei Millionen Euro. Bei jährlichen Energiekosten für Strom und Wärme in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro könne ein Energieeinspar-Contracting zu Einsparungen von jährlich bis zu 300.000 Euro bei Strom und Wärme führen. „Wir sparen nicht nur Energie und Geld, wir tun auch noch aktiv etwas fürs Klima“, so Manfred Fischer. Er kündigte die Vorbereitung der Ausschreibung an. 


Ums Geld ausgeben ging es bei den Beschlüssen zum Haushalt. Einstimmig, bei Enthaltung des Vertreters der Fraktion Die Linke, wurden die Vorschläge der Verwaltung für das Gebäudemanagement, den Regiebetrieb Reinigung sowie die Kreisstraßen akzeptiert. Im nächsten Jahr kann mit knapp 33 Millionen Euro Ausgaben bei erwarteten Einnahmen in Höhe von fünf Millionen Euro geplant werden. Davon sind für die Kreisstraßen 3,7 Millionen Euro vorgesehen. 


Abgelehnt wurde der Antrag der Linken, der darauf abzielte, die Reinigung nach Auslaufen der Verträge mit den Privatunternehmen wieder ausschließlich mit eigenem Personal zu erledigen. Zurzeit gilt noch eine 50:50-Regelung.

Zuletzt aktualisiert am: 29.11.2018