BAFöG-Anträge gehen zurück

Pressemeldung vom 01.02.2019

Der bundesweite Trend macht auch vor dem Märkischen Kreis nicht halt: Die Zahl der gestellten Anträge nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG) ging im vergangenen Jahr weiter zurück. Gleichwohl zahlte der Märkische Kreis 2018 mit 2,6 Millionen Euro nur unwesentlich weniger Schüler-BAföG als im Vorjahr aus. Insgesamt gingen ca. 850 Anträge ein, nur 76 davon mussten abgelehnt werden, 11 wurden zurückgezogen. Seit 2015 sinken die Antragszahlen zum Schüler-BAFöG im Märkischen Kreis rasant. 2015 waren es noch 1505 Antragssteller, 2016 gingen 1151 Anträge ein und 2017 verzeichnete der Fachdienst BAFöG und sonstige Hilfe im Altenaer Kreishaus noch 994.


Weil das Schüler-BAföG in voller Höhe als Zuschuss gewährt wird und nicht zurückgezahlt werden muss, ist es für Auszubildende interessant. Entscheidend für einen Bewilligungsbescheid ist die gewählte Ausbildung. Schulische Ausbildungen ab Klasse 10, die einen Berufsabschluss vermitteln, sowie Schulformen des zweiten Bildungswegs sind in der Regel förderungsfähig, die Ausbildung an weiterführenden allgemeinbildenden Schulen hingegen nur unter sehr engen Voraussetzungen.


Weiteren Einfluss auf die Entscheidung haben die Staatsangehörigkeit, die Eignung und das Alter. Für die Höhe des Förderbetrages spielen folgende Faktoren eine Rolle: Vermögen und Einkommen des Antragstellers sowie Einkommen der Eltern, Schulform und die Frage, ob der Jugendliche noch bei den Eltern wohnt oder nicht. Die Höhe der monatlichen Schüler-BAföG-Sätze beträgt aktuell zwischen 231 und 735 Euro. Weitere Informationen und Antragsformulare sind auf der Homepage des Märkischen Kreises unter www.maerkischer-kreis.de, Stichwort BAFöG abrufbar.


Neben dem Schüler-BAföG sieht der Gesetzgeber noch weitere Fördermöglichkeiten vor. So haben junge Frauen und Männer, die eine betriebliche Ausbildung absolvieren und nicht mehr bei den Eltern wohnen, unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Hierfür zuständig sind die örtlichen Agenturen für Arbeit.


Studierende an Fachhochschulen und Hochschulen finden ihre Ansprechpartner zum Thema Ausbildungsförderung bei den jeweiligen Studentenwerken ihres Studienortes. Und wenn es um das so genannte Aufstiegs-BAföG (früher: Meister-BAföG) geht, können sich Interessierte an die Bezirksregierung Köln, Dezernat 49 wenden. Die Beratung und Antragsannahme erfolgt auch durch die Kammern der jeweiligen Berufsbereiche. Informationen und Antragsunterlagen hierzu unter https://www.aufstiegs-bafoeg.de/ .


 

Zuletzt aktualisiert am: 01.02.2019