Weltmarktführer in der Fahrradbeleuchtung

Betriebsbesichtung bei Busch und Müller: Guido Müller, Jochen Schröder (GWS), Landrat Thomas Gemke und Dr. Rainer Müller. Foto: Ulla Erkens/MärkischerKreis
Betriebsbesichtung bei Busch und Müller: Guido Müller, Jochen Schröder (GWS), Landrat Thomas Gemke und Dr. Rainer Müller. Foto: Ulla Erkens/MärkischerKreis

Pressemeldung vom 23.04.2019
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Das Unternehmen Busch und Müller, dessen Geschäftsführung sich Dr. Rainer Müller und sein Sohn Guido Müller teilen, ist Weltmarktführer im Bereich der Fahrradbeleuchtung. Das E-Bike-Licht, das Tagfahrlicht, das Fernlicht oder das Standlicht sind Beispiele der neueren Entwicklung. „Bei den Dynamo-Scheinwerfern durchbrechen wir die 100-Lux-Grenze“, machte Guido Müller deutlich. Um dem Licht die präzise Richtung zu geben, ist eine lange Reihe von physikalischen Berechnungen, Messungen im Lichtlabor und Korrekturen im Prototypenbau nötig. Am Ende der Fertigung werden jeder Scheinwerfer oder jedes Rücklicht in allen Funktionen geprüft. Das erfordert viel Handarbeit. Wie sich das Fahrradlicht im Lauf der Zeit verändert hat, zeigte Guido Müller anschaulich anhand eines diffus trüb gelb leuchtenden Halogenscheinwerfers und eines taghellen LED-Lichts.
Busch und Müller fertigen aktuell über 500 verschiedene Produkte für die Zweiradindustrie. „Alles begann 1925 mit Katzenaugen“, erzählte Dr. Rainer Müller. Sein Vater Willy, damals erst 16 Jahre, gründete gemeinsam mit dem Werkzeugmachermeister August Busch die Firma. Am Anfang lief sie eher schlecht als recht. Das änderte sich 1930, als die Anbringung von Reflektoren, sogenannten Katzenaugen, am Fahrrad Pflicht wurden. In den 50-er Jahren kam zu den Beleuchtungssystemen die Produktion von Autospiegeln zunächst für Opel hinzu.
Zur heutigen Produktpalette gehören auch Beleuchtungssysteme und Motorradspiegel für BMW, die eine hohe Qualitätssicherung einfordern. Rund 230 Mitarbeiter arbeiten am Standort Meinerzhagen, darunter etwa 30 Entwickler in den Bereichen, Elektronik, Licht, Konstruktion, Werkzeugbau- und Design.
„Wir konstruieren fast jedes Bauteil selbst und wir machen die Werkzeuge dazu“, stellte Dr. Rainer Müller den Aufwand dar. Seit 95 Jahren wächst der Betrieb kontinuierlich. Erst 2016 kam ein Erweiterungsbau mit rund 5000 Quadratmetern hinzu, um Platz für neue Maschinen zu schaffen und die Fertigungsstrecke neu zu organisieren. „Heute sind die insgesamt 14.000 Quadratmeter fast schon wieder zu eng“, sagte der Seniorchef. Allein im letzten Jahr hat das Unternehmen 60 neue Mitarbeiter angestellt. „Die Klimadiskussion spielt der Fahrradproduktion in die Karten und natürlich die wachsende Nachfrage bei den E-Bikes“, erklärte Guido Müller den Boom.
Um qualifizierte Fachkräfte anzuwerben, will Busch & Müller neue Wege gehen. Auf einer riesigen LED- Wand an ihrem Firmengebäude schreibt sie jetzt ihre Stellengesuche aus. Jochen Schröder von der GWS bot sich als Mittler an, um Kontakte zu Nachwuchskräften an den (Fach-) Hochschulen und Lichtinstituten zu knüpfen. Landrat Thomas Gemke informierte die Geschäftsführer über das Unternehmensnetzwerk im Verein Wirtschaft für Südwestfalen e.V., das unter anderem Unternehmen auch bei den Themen Standortmarketing, Recruiting und Employer Branding unterstützt.

Die neue Fertigungshalle von Busch und Müller. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis.
Die neue Fertigungshalle von Busch und Müller. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis.
Landrat Thomas Gemke, (2.v.re.) und Jochen Schröder von der GWS besuchten das Familienunternehmen Busch und Müller in Meinerzhagen. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis.
Landrat Thomas Gemke, (2.v.re.) und Jochen Schröder von der GWS besuchten das Familienunternehmen Busch und Müller in Meinerzhagen. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis.
Zuletzt aktualisiert am: 23.04.2019