17.647 Unterschriften übergeben

Vor dem Kreishaus wurden die Unterschriften überreicht: (von links) Dr. Wolfgang Welke, Volker Schmidt, Landrat Thomas Gemke, Michael Hillebrand und Marjan Nowak. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Vor dem Kreishaus wurden die Unterschriften überreicht: (von links) Dr. Wolfgang Welke, Volker Schmidt, Landrat Thomas Gemke, Michael Hillebrand und Marjan Nowak. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 25.06.2019
| 17.647 Unterschriften gegen die beabsichtigte Schließung des Letmather Marienhospitals nahmen Landrat Thomas Gemke und der Fachbereichsleiter Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz des Kreises, Volker Schmidt, vor dem Lüdenscheider Kreishaus entgegen. Überreicht wurden sie vom Leiter der Anästhesie und Schmerzmedizin, Dr. Wolfgang Welke, Anästhesie-Schwester Marjan Nowak sowie Krankenpfleger Michael Hillebrand. Sie versicherten, weitere knapp 3.000 seien über eine Online-Petition eingegangen. Die Übergabe musste kurzfristig vor das Kreishaus verlegt werden, weil das Gebäude wegen einen Brandes in einem Serverraum komplett geräumt worden war.

„Die Unterschriften zeigen, dass sich die Letmather mit ihrem Marienhospital identifizieren. Ich bitte aber auch darum, dass unsere Argumente beachtet werden“, so der Landrat. Die Krankenhausfinanzierung in Deutschland lasse den Fortbestand kleinerer Häuser nicht mehr zu. Bund und Land hätten vorgegeben, dass allein in Nordrhein-Westfalen 111 kleinere Krankenhäuser von der Größe des Marienhospitals geschlossen werden müssen.

Das Marienhospital hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 1,18 Millionen Euro erwirtschaftet, für dieses Jahr sind rund 1,8 Millionen Euro prognostiziert. Für die folgenden Jahre würden die Verluste noch deutlich höher sein. Darüber hinaus stehen Investitionen für den Brandschutz in Höhe von 5,2 Millionen Euro an. Hinzu kommen rückläufige Behandlungsfälle, weil immer mehr Operationen oder Behandlungen ambulant erfolgen müssen. Gleichzeitig ist das Marienhospital vom Fachkräftemangel im Gesundheitswesen akut betroffen. Schon jetzt können beispielsweise zehn Stellen in der Pflege nicht besetzt werden, so dass zeitweise eine Station geschlossen werden musste. Es sei vor allem wichtig, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze behalten – wenn auch nicht in Letmathe.“

Zuletzt aktualisiert am: 25.06.2019