Sammeln für den guten Zweck

Freuen sich über das Erfolgsmodell der Kleidersammlung im Märkischen Kreis: Viola Link (links) und Michael Lücker (rechts), Umweltberater von der Verbraucherzentrale sowie Horst Peter Hohage, Fachdienstleiter Natur- und Umweltschutz (mitte). Foto: Guido Bartsch/Märkischer Kreis
Freuen sich über das Erfolgsmodell der Kleidersammlung im Märkischen Kreis: Viola Link (links) und Michael Lücker (rechts), Umweltberater von der Verbraucherzentrale sowie Horst Peter Hohage, Fachdienstleiter Natur- und Umweltschutz (mitte). Foto: Guido Bartsch/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 05.08.2019
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Viele Deutsche werfen noch gut erhaltene Kleidung weg. In der Annahme sie unterstützen damit Notleidende, hält sich das schlechte Gewissen hierbei in Grenzen. Doch nicht jede Altkleidersammlung kommt einem sozialen Zweck zugute. Auch um Transparenz in die Verwendung der gespendeten Kleidung zu bringen, hat der Märkische Kreis zusammen mit einer Reihe von Wohlfahrtsverbänden eine Kooperation ins Leben gerufen. Die Bilanz der mittlerweile sechs Jahre andauernden Zusammenarbeit ist beachtlich.
„Diese Sammlung ist garantiert für einen guten Zweck!“ lautet die Botschaft auf dem Logo, das alle Altkleidercontainer ziert, die von den beteiligten caritativen Organisationen aufgestellt wurden. „Wer Kleider und Schuhe in diese Sammelbehälter wirft, kann sicher sein, wo die Sachen landen und wer mit diesen Wertstoffen Geld verdient“, so Horst Peter Hohage, Leiter des Fachdienstes Natur-und Umweltschutz. Mittlerweile beteiligen sich 29 Kooperationspartner an der flächendeckenden und haushaltsnahen Erfassung von Altkleidern und -schuhen im Kreisgebiet. Rund 641 Depotcontainer können die Bürger nutzen, um ihre Spenden einzuwerfen. Hierdurch konnte die Sammelmenge über die letzten Jahre kontinuierlich gesteigert werden. Ohne die Unterstützung der kreisangehörigen Städte und Gemeinden, die ausreichend Containerstellplätze zur Verfügung gestellt haben, wäre dies nicht möglich gewesen. „Wir haben in der Summe jetzt schon 10.515 Tonnen sammeln können, alleine 2.230 Tonnen im letzten Jahr“, freut sich Hans-Joachim Grevers, der die Projektorganisation übernommen hat. Besonders hervorzuheben ist, dass rund 60 Prozent der erfassten Alttextilien und -schuhe wiederverwendet (Secondhand) und 34 Prozent zu Putzlappen oder Dämmstoffen recycelt werden. Der Rest der Spenden ist nicht mehr zu gebrauchen. Diese tragen bei der thermischen Verwertung aber noch zur Erzeugung von Strom und Fernwärme bei. „Wir wissen so gut Bescheid, weil uns die Kooperationspartner zwei Mal im Jahr eine Aufstellung der Mengen geben. Caritas, Ortsverbände des Deutschen Roten Kreuzes, Johanniter, Malteser, Kolpingsfamilien und Pater Beda arbeiten alle mit zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben zusammen“, informiert Grevers. Damit die Erfolgsgeschichte so weitergeht, appelliert der Verwaltungsmann vom Kreis, die Sammelcontainer nur für die Spende von Alttextilien oder Schuhen zu nutzen. Alle anderen Abfälle, die dort unbedacht oder vorsätzlich entsorgt werden, verursachen erhebliche Kostenbelastungen und mindern die Erlöse, die sonst sozialen Zwecken zugutekommen würden.
„Kleidung, die noch getragen werden kann, sollte in jedem Fall an Sammelstellen abgegeben werden, damit sie weiter genutzt wird“, so Umweltberaterin Viola Link von der Verbraucherzentrale. Auch Kleiderkammern vor Ort bieten sich jederzeit als Adresse an, um sich von abgelegter Kleidung zu trennen. Was hier ankommt, wird auch an Bedürftige weitergereicht. Secondhandläden, Flohmärkte und Tauschbörsen bieten ebenfalls hervorragende Möglichkeiten, um hochwertige aussortierte Kleidung gut weiterzureichen. „Grundsätzlich sollten Verbraucher beim Kleiderkauf aber auf Klasse statt Masse setzen, denn das schont die Umwelt und spart langfristig Geld“, so Link.


Informationen zur Kooperation „Altkleidersammlung im Märkischen Kreis“ gibt es im Fachdienst 44 - Natur- und Umweltschutz - beim Märkischen Kreis, Hans-Joachim Grevers unter Tel.: 02351/966-6391.

Zuletzt aktualisiert am: 05.08.2019