Gegenseitige Rücksichtnahme im Wald

Für Erholungssuchende im Wald gibt es im Herbst während der Jagdsaison einiges zu beachten. Foto: Archiv
Für Erholungssuchende im Wald gibt es im Herbst während der Jagdsaison einiges zu beachten. Foto: Archiv

Pressemeldung vom 05.09.2019
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Während der sonnigen Herbsttage zieht es viele Spaziergänger und Sportler in die bunten Wälder des Märkischen Kreises. Doch hier ist dieser Tage nicht immer Ruhe und Erholung zu finden. Durch die rapide Ausbreitung des Borkenkäfers haben die Waldeigentümer im Märkischen Kreis alle Hände voll zu tun, die Plage in den Griff zu bekommen. Daher laufen überall im Kreisgebiet gerade sehr, sehr viele Fällaktionen. Nicht immer können Wanderer rechtzeitig über neue Wegesperrungen informiert werden. Oberste Priorität hat es derzeit, den noch nicht befallenen Baumbestand durch Entnahme der befallenen Bäume zu retten. Also nicht ärgern - es geschieht zum Wohl des Waldes!
Gleichzeitig beginnt im Herbst die Saison für Treib- und Drückjagden in Feld und Wald. Die Untere Jagdbehörde des Märkischen Kreises ruft daher Jäger und Erholungssuchende zur gegenseitigen Rücksichtnahme auf.
Nach wie vor ist das Betreten des Waldes für Erholungssuchende auf eigene Gefahr gestattet. Um mögliche Gefahren zu verringern und eine harmonische Nutzung des Waldes für alle Interessensgruppen, wie Spaziergänger, Sportler, Hundehalter und Jäger sicherzustellen, kann jeder einige Vorkehrungen treffen.
Da in der herbstlichen und winterlichen Jahreszeit die Sicht oftmals durch tiefstehende Sonne, Nebel oder früher einsetzende Dunkelheit beeinträchtigt ist, sollten beim Betreten des Waldes einige Sicherheitsaspekte beachtet werden: Dunkle, einfarbige Kleidung eignet sich nicht, um sich im Wald vom Hintergrund abzuheben. Kleidung in kräftigen Farben ermöglicht anderen Menschen, Personen frühzeitig wahrzunehmen.
Es ist ratsam, Hunde, die im Einflussbereich ihres Hundehalters ohne Leine auf den Waldwegen geführt werden, durch z. B. farbliche oder leuchtende Halsbänder von der Umgebung optisch abzuheben. So haben andere Erholungssuchende, besonders Radfahrer die Möglichkeit, den Hund schneller wahrzunehmen und das Fahrverhalten anzupassen.
Grundsätzlich muss im Wald stets mit Wild auf den Wegen gerechnet werden, sodass die Geschwindigkeit und die Aufmerksamkeit der Radfahrer ohnehin den Verhältnissen angepasst sein müssen.
Jäger sollten darauf achten, Beschilderungen, die auf eine Jagd hinweisen an Wegen sichtbar aufzustellen. Da während der Jagden die Waldwege nicht gesperrt sind, sollten Spaziergänger und Sportler auf diese Hinweisschilder achten, sodass durch die gegenseitige Rücksichtnahme niemand gefährdet wird.
Es ist ratsam die Wege nicht zu verlassen und möglicherweise einen anderen Weg zu wählen, um nicht direkt in das jagdliche Geschehen zu geraten.
Während der Jagdausübung werden Jagdhunde außerhalb der Wege nicht an der Leine geführt, sodass sich Begegnungen mit nicht-angeleinten Hunden ereignen können.
Aufenthalte im Wald sollten so geplant werden, dass ausreichend Tageslicht vorhanden ist, um sich nicht selbst zu gefährden. Ansitzjagden finden auch während der Nachtzeit statt.
Neben der Sturzgefahr, muss bedacht werden, dass in der Dunkelheit nicht mehr mit Erholungssuchenden im Wald gerechnet wird.
Für den Straßenverkehr gilt in Waldgebieten gerade in der Dämmerung erhöhte Aufmerksamkeit. Neben Wildwechsel sollte auch bedacht werden, dass sich durch Laub und Feuchtigkeit auf der Straße auch der Bremsweg verlängert, sodass das Fahrverhalten angepasst werden sollte. Schilder, die auf eine Jagd hinweisen, sollten ernst genommen werden, indem die Fahrgeschwindigkeit reduziert wird.


 

Zuletzt aktualisiert am: 05.09.2019