Auf Spurensuche mit den Nachbarn

Johanna, Amy, Antonie und Isabel (von links) bereiten sich gemeinsam mit Lehrer Thomas Miebach thematisch auf das Projekt vor. Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis
Johanna, Amy, Antonie und Isabel (von links) bereiten sich gemeinsam mit Lehrer Thomas Miebach thematisch auf das Projekt vor. Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 27.09.2019
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Isabel Gasparovic, Antonie Paul, Amy Slimak und Johanna Blümel hören Thomas Miebach gespannt zu. Der Geschichtslehrer des Zeppelin-Gymnasiums erläutert gerade Hintergründe der deutsch-polnischen Geschichte – die bis ins Mittelalter zurückreicht. Die vier Schülerinnen sind beim Partnerschaftsprojekt des Märkischen Kreises und dem polnischen Landkreis Ratibor dabei. Unter dem Motto „Wege zur Erinnerung – sind Chancen für die Zukunft“ besuchen je vier Schüler den anderen Partnerkreis und erforschen Aspekte der polnisch-deutschen Geschichte im jeweils anderen Land. Am 4. Oktober steht der fünftägige Besuch der polnischen Delegation im Märkischen Kreis bevor. Am 22. November geht es dann für die geschichtsinteressierten Mädchen aus Lüdenscheid zum Gegenbesuch nach Ratibor.
Lehrer Thomas Miebach ist das zweite Mal dabei und hilft den vier Schülerinnen eigene Fragen an die Geschichte zu stellen. Wenn die Schülergruppe aus Ratibor am 4. Oktober in Lüdenscheid ankommt, wird sie gemeinsam Ausflüge in der Region machen. Die Jugendlichen besuchen die Gedenkstätte des Stalag VI in Hemer, die Steinwache in Dortmund oder auch die Ge-Denk-Zellen in Lüdenscheid. Ziel ist neben dem interkulturellen Austausch auch die eigenständige Erstellung eines Videos. Die Schüler sollen ihre eigene Fragestellung mit Kameras aufarbeiten und bei den Besichtigungen und Führungen Antworten finden. Das nötige Know-How gibt ihnen die Agentur Media4Web aus Lüdenscheid mit auf den Weg, die die Schüler mit Workshops und Technik begleitet.
Der Leiter des Fachdienst Kultur beim Märkischen Kreis, Detlef Krüger, hält den Austausch für immens wichtig: „Viele Sachen kann man erst durch die Betrachtung der Geschichte verstehen. Im Rahmen des Projekts können die jungen Leute vieles hinterfragen und ihre eigenen Schlüsse ziehen. Dafür wollen wir den Raum bieten.“ Nach dem das Projekt letztes Jahr sehr bereichernd für alle Teilnehmer war, fiel den Kreisen und Schulen die Entscheidung nicht schwer, eine Wiederholung anzustreben.
Organisiert wird der fünftägige Austausch vom Märkischen Kreis. Die Partnerschaft mit dem polnischen Landkreis existiert seit nunmehr 18 Jahren.

Zuletzt aktualisiert am: 27.09.2019