Keine Krise auf dem Arbeitsmarkt

Das verarbeitende Gewerbe reagiert schnell auf Konjunkturschwankungen. Das spiegelt sich auch schneller in Statistiken des Arbeitsmarktes wieder. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis
Das verarbeitende Gewerbe reagiert schnell auf Konjunkturschwankungen. Das spiegelt sich auch schneller in Statistiken des Arbeitsmarktes wieder. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 02.10.2019
|

Dass die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt „noch positiv“ ist, hat Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenter Märkischer Kreis, in seinem Bericht vor dem Ausschuss für Gesundheit und Soziales besonders hervorgehoben. Die vorgestellte Statistik zeige jedoch das Gegenteil, weil es Fehler bei der Datenerfassung gegeben habe, so Riecke. Laut Statistik ist die Anzahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahresmonat im Kreis um 5,2 Prozent auf 9.436 gestiegen. Durch fehlerhafte Daten seien es, laut Riecke, aber im Vorjahresmonat eigentlich rund 570 Arbeitslose mehr gewesen, als die angegebenen 8.970. Mit der korrigierten Zahl ergebe sich nun eine Verringerung der Arbeitslosenzahl um 1,2 Prozent. Aussagekräftige Zahlen werde es im Mai oder Juni nächsten Jahres geben, wenn sich der Fehler ausgeschlichen habe. Mit leichter Sorge berichtete der Jobcenter-Geschäftsführer von einer sinkenden Aufnahmefähigkeit der Unternehmen. Jedoch sei man „weit von Krisenszenarien entfernt“.
Ausgesprochen positiv stelle sich die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt dar: Die Integrationsquote liegt bei 17,2 Prozent. Die allgemeine Quote hingegen nur bei 14 Prozent. So verringerte sich auch die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften aus nichteuropäischen Asylzugangsländern auf 1.806. Der Vorjahreswert lag noch bei 2007 Bedarfsgemeinschaften. Dieser Rückgang von zehn Prozent sei der bislang beste Wert.

Zuletzt aktualisiert am: 02.10.2019