Seit 26 Jahren in der AIDS-Beratung

Rudolf Mann stellt im Ausschuss für Gesundheit und Soziales seine Arbeit vor

Pressemeldung vom 02.10.2019

Als Rudolf Mann 1993 in der AIDS-Beratung des Märkischen Kreises angefangen hat, wurde der HI-Virus noch als „Mega-Bedrohung“ gesehen. Im Rahmen des Ausschusses für Gesundheit und Soziales stellt er die heutige Situation dar. Mittlerweile sei die Krankheit behandelbar, wenn auch nicht heilbar. Mit dem Ziel Neuinfektionen zu verhindern und Informationen über die Übertragungswege möglichst weit zu streuen, besucht Mann im Jahr rund 30 Schulen. Die Wichtigkeit der präventiven Arbeit sieht er in steigenden Verbreitungszahlen von sexuell-übertragbaren Krankheiten bestätigt. „Das Problem ist nicht aus der Welt“, so der 61-Jährige. Aufmerksamkeit in den Schulklassen sei ihm stets sicher, wenn er seinen „geheimnisvollen Sex-Koffer“ auspacke. „Das ist natürlich nichts Unanständiges. Es geht im Endeffekt um Partnerschaft, Freundschaft und Liebe“, beschreibt Rudolf Mann seine Methodik.
Neben Beratung und Betreuung von Erkrankten ist auch das Untersuchungsangebot auf HIV-Antikörper (der sogenannte „AIDS-Test“) ein Bestandteil der AIDS-Beratung des Kreises. Das Angebot wurde bis Mitte dieses Jahres 17-mal genutzt. In den letzten Jahren schwankte die Zahl zwischen 49 und 88. Im Jahr 1993 gab es im Rahmen des Blutspende-Skandals rund 400 Tests. Wenn auch der Betreuungsbedarf nicht mehr so hoch wie früher ist, ist seit Jahren die Fallzahl relativ konstant. So bestand im Jahr 2018 Kontakt zu circa 60 HIV-Betroffenen.
Weitere Infos unter www.maerkischer-kreis.de.

Zuletzt aktualisiert am: 02.10.2019