2.073 Betriebe kontrolliert

In unhaltbaren Zuständen mussten die fünf beschlagnahmten Pferde leben. Foto: Barbara Lisketing/Märkischer Kreis
In unhaltbaren Zuständen mussten die fünf beschlagnahmten Pferde leben. Foto: Barbara Lisketing/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 21.02.2017
| Über Mangel an Beschäftigung konnten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachdienstes Verbraucherschutz und Veterinärwesen des Märkischen Kreises im vergangenen Jahr nicht beschweren. Die fünf Lebensmittelkontrolleure und ihre zwei Auszubildenden besuchten 2.073 Betriebe – 77 davon aufgrund aktueller Beschwerden. Dabei wurden 2.067 Lebensmittelproben genommen, es wurden elf Bußgeldverfahren eingeleitet. Die verhängten Bußgelder lagen allesamt im dreistelligen Bereich. Geschlossen werden musste kein Betrieb.

Im Tierschutz waren die Veterinäre insgesamt 550mal zu Besuchen unterwegs, 43 Bußgeldverfahren oder Ordnungsverfügungen waren notwendig. Ihren Besitzern abgenommen und in die Tierheime überwiesen werden mussten acht Hunde, eine Hündin mit neun Welpen und elf Katzen. Eine Schweinehaltung musste behördlich aufgelöst werden, einem Rinderhalter wurden vorübergehen die Tiere entzogen und auf seine Kosten anderweitig versorgt.

Für Schlagzeilen sorgte die Beschlagnahme von fünf Pferden - ein etwa 14 Jahre alter Friesenwallach, drei Islandponys im Alter von zehn bis 15 Jahren sowie ein etwa 20 Jahre altes Shetlandpony. Seit gut zwei Jahren hatten die Kreisveterinäre die Lebensbedingungen der Vierbeiner im Visier. Mehrfach wurde der Besitzer aufgefordert, für eine artgerechte Haltung und dem Tierschutz genügende Unterbringung zu sorgen. Die Pferde standen auf einer alten Weide im Morast, der Unterstand war kaputt. Die Versteigerung wurde im letzten Moment abgesagt, weil der Tierhalter die zukünftige ordnungsgemäße Unterbringung nachgewiesen hatte.

Im Bereich der Tierseuchenbekämpfung musste in Schalksmühle die Faulbrut der Bienen amtlich bekämpft werden.

Zuletzt aktualisiert am: 21.02.2017