Schul- und Sportausschuss des Kreises tagt im Gertrud-Bäumer Berufskolleg -

Der Schul- und Sportausschuss tagte im Gertrud-Bäumer Berufskolleg in Lüdenscheid, Foto: Erkens/ Märkischer Kreis
Der Schul- und Sportausschuss tagte im Gertrud-Bäumer Berufskolleg in Lüdenscheid, Foto: Erkens/ Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 09.03.2017
| ) Schulleiterin Ursula Wortmann-Mielke nutzte die Gelegenheiten, den Mitgliedern des Kreisschulausschusses kurz die Besonderheiten des Gertrud-Bäumer Berufskollegs zu schildern, das seine Ausbildungsschwerpunkte in den Bereichen Gesundheit/Erziehung und Soziales, Ernährungs- und Versorgungsmanagement setzt. „Uns liegen extrem viele Bewerbungen für die Ausbildung zur Erzieherin vor. Aber wir können den Bedarf nicht decken, weil uns das Personal fehlt“, beklagte Wortmann-Mielke. Allein zehn Lehrkräfte seien in Erziehungsurlaub. Zur Flüchtlingssituation führte sie aus, dass es beim Gertrud-Bäumer Berufskolleg derzeit drei Klassen gibt, in denen fast ausschließlich unbegleitete Flüchtlinge mit sehr unterschiedlichen Bildungsbiografien beschult werden. Ab nächstem Schuljahr nimmt das Berufskolleg zudem auch Schüler/innen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung auf. Die Schulleiterin machte allerdings deutlich, dass das Berufskolleg baulich bisher nicht behindertengerecht eingerichtet sei und sieht dort Nachholbedarf. Manfred Fischer, Leiter des Gebäudemanagement pflichtete ihr bei. Allerdings könne das Gebäude nicht vollständig barrierefrei gemacht werden. Für dieses Jahr seien aber schon einige bauliche Verbesserungen geplant und zwar außerhalb des Investitionsprogramms „Gute Schule 2020“ des Landes NRW.
Im Dialog mit den Schulen in Trägerschaft des Märkischen Kreises hat die Verwaltung für 2017 einen Maßnahmenkatalog zur Nutzung des Kreditkontingents im Rahmen des Landesprogramms vorgelegt, der vom Schulausschuss bewilligt wurde. Danach sind Ausgaben in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro geplant. „Das Investitionsprogramm gibt uns die Möglichkeit, strukturiert ganze Gebäudeteile zu sanieren und auch optisch aufzuwerten, in der Hoffnung dadurch eine gute Lernatmosphäre zu schaffen“, erläuterte Fischer auf Nachfrage. Bisher war für „schön“ nie Geld da. Mit der Errichtung eines Naturwissenschaftlichen Zentrums am Gertrud-Bäumer Berufskolleg und der Sanierung der Metallwerkstatt am BK Technik in Lüdenscheid werden pädagogische Konzepte umgesetzt beziehungsweise unterstützt. Von der Schaffung einer flächendeckenden WLAN Infrastruktur an den kreiseigenen Berufskollegs in Iserlohn, Lüdenscheid (Technik) und Halver verspricht sich Michael Wärtsch, neuer Fachdienstleiter der Schulverwaltung, weitere pädagogische Akzente. 2018 sollen dann das Hönne BK, das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg und die Carl-Sonnenschein-Schule ausgerüstet werden. Für die anderen Förderschulen und für eine flächendeckende Breitbandanbindung wird das angekündigte Bundesprogramm „Bildungsgesellschaft für die Wissensgesellschaft“ abgewartet. In einem dritten Schritt geht es dann an die Ausstattung der Schulen mit entsprechenden Endgeräten.
Einstimmig sprach sich der Schul- und Sportausschuss für die Fortführung des Programms „Soziale Arbeit an Schulen“ aus, unter dem Vorbehalt, dass die Förderung durch das Land NRW kreisweit in Höhe von rund 823.000 erfolgt. Für den Eigenanteil in Höhe von 30 Prozent muss der Märkische Kreis für die Schulen in seiner Trägerschaft 2018 rund 51.200 Euro in den Haushalt einstellen. Die Mittel sollen zur Unterstützung der Bildung und Teilhabe benachteiligter Kinder und Jugendlicher eingesetzt werden.
Zur Flüchtlingssituation in den Schulen des Märkischen Kreises führte Anja Tadday-Schlichting aus, dass schulpflichtige Flüchtlinge zurzeit in 11 Förderklassen unterrichtet werden. Zudem besteht die Möglichkeit für 16 – bis 25- Jährige auch unterjährig in einer Art Vorkurs „Fit für mehr“ aufgenommen zu werden. Dort wird das notwendige Grundwissen vermittelt für den Wechsel in die regulären Förderklassen oder in die Programme der Bundesagentur für Arbeit. Tadday-Schlichtung hat im Januar die Leitung des Fachdienstes Schulverwaltung abgegeben und die Fachdienstleitung Kindesunterhalt und Wirtschaftliche Erziehungshilfe übernommen. Sie und die bisherige Protokollführerin Claudia Stiebing wurden aus dem Schulausschuss mit einem Blumenstrauß verabschiedet. Als neuer Schulleiter der Wilhelm-Busch-Schule in Hemer mit Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung stellte sich Thomas Wosnitza vor. Berufliche Stationen waren 21 Jahre Schuldienst an der Felsenmeerschule in Hemer, danach stellvertretender Schulleiter an der Schule an der Höh in Lüdenscheid, Erfahrungen als Schulentwicklungsberater und nun die Schulleitung an der Wilhelm-Busch-Schule in Hemer.
Am Ende der Sitzung referierte Geschäftsführer Sebastian Pahlke über das Aufgabenspektrum des Kreissportbundes und über die enge Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis. Der Märkische Kreis zahlt jährlich 60.000 Euro Übungsleiterzuschuss. Weitere Einnahmepositionen sind unter anderem die Gestaltung von Angeboten zum Offenen Ganztag, geförderte Integrations- und Inklusionsangebote und Angebote für Kindertagesstätten. Hinzu kommen rund 43 Vereinsberatungen im Jahr insbesondere bei Finanzierungsfragen. Einer hohen Nachfrage erfreuen sich auch die verschiedenen Bildungsangebote der Kreissportbundes insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Bildungsbüro Märkischer Kreis, deren Seminare für Erzieherinnen, Übungsleiter und Lehrkräfte dieses Jahr bereits alle ausgebucht sind.

Thomas Wosnitza stellte sich als neuer Schulleiter der Wilhelm-Busch Förderschule in Hemer vor, Foto: Erkens/ Märkischer Kreis
Thomas Wosnitza stellte sich als neuer Schulleiter der Wilhelm-Busch Förderschule in Hemer vor, Foto: Erkens/ Märkischer Kreis
Zuletzt aktualisiert am: 09.03.2017