Gute Nachfrage nach museumspädagogischen Angeboten

Kreismuseen in Zahlen

Das Deutsche Drahtmuseum verliert durch den Burgaufzug an Besuchern., Foto: Märkischer Kreis
Das Deutsche Drahtmuseum verliert durch den Burgaufzug an Besuchern., Foto: Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 28.03.2017
| Museumsleiter Stephan Sensen legte jetzt die statistische Auswertung der Besucherzahlen in den Museen des Märkischen Kreises vor. Gegenüber dem Vorjahr mit 150.050 Besuchern ging Zahl der Museumsbesuche insgesamt 2,8 Prozent zurück. Damit liegen die Besucherzahlen aber immer noch weit über den Ausgangszahlen von 1996 (+130 Prozent), dem Startschuss für die Neuausrichtung der Museen. Nach wie vor zählen die museumspädagogischen Programme der Museen des Märkischen Kreises zu den am intensivsten nachgefragten Angeboten aller Museen in Westfalen. Die Quote der museumspädagogisch betreuten Besuche erhöhte sich 2016 auf 13,4 Prozent – im Vorjahr betrug sie 12,7 Prozent. Die Zahl der geführten Gruppen stieg um 3,3 Prozent. 2016 nahmen insgesamt 19.604 Personen in 1.421 Gruppen an Führungen und anderen museumspädagogischen Programmen teil. Die in den Museen erzielten Gesamteinnahmen aus Eintrittsentgelten und Verkaufserlösen stiegen 2016 um 9.751 Euro oder 4 Prozent auf 250.721 Euro.

Museen Burg Altena
2016 war das zweite volle Kalenderjahr nach Eröffnung des Erlebnisaufzugs Burg Altena. 2015 musste gegenüber dem vom Eröffnungshype um den Aufzug geprägten Rekordjahr 2014 ein Rückgang der Besuchszahlen um 10 Prozent verzeichnet werden. 2016 beträgt das Minus mit 129.797 gegenüber 130.515 Besuchen in den Museen Burg Altena nur noch 0,6 Prozent. Somit bewegt es sich auf einem marginalen Niveau, das schon mit witterungsbedingten Schwankungen erklärbar wäre – eine größere Rolle für das leichte Absinken dürfte aber gespielt haben, dass 2016 nur für den kurzen Zeitraum ab dem 6. November eine Sonderausstellung zu sehen war. Sollten sich die Besuchszahlen, worauf diese Entwicklung hindeutet, mittel- und langfristig in der Größenordnung von 120.000 bis 130.000 einpendeln, wäre dies eine Verdoppelung gegenüber dem Niveau vor dem Bau des Erlebnisaufzugs. In Westfalen zählen die Museen Burg Altena damit zu den zehn Museen mit dem höchsten Besuchsaufkommen.

Etwas weniger als die Hälfte der Museumsbesucher, nämlich 46 Prozent, erreichte die Burg Altena mit dem Erlebnisaufzug – 2015 waren dies noch 49 Prozent. 54 Prozent kamen 2016 zu Fuß am Kassenhäuschen an. Der Aufzug und das ihn begleitende kulturtouristische Busreisemarketing machen die Burg nun aber auch für Busreisegruppen und Best Ager (Altersgruppe 60+) interessant. Die Mitgliedschaft in der RUHR.TOPCARD ist zudem für erlebnisorientierte Individualbesucher so interessant, dass eine Verdoppelung der Besuchszahlen realisiert wird.
Den kostenlosen kleinen Museumsrundgang nutzten insgesamt 58.013 Besuche, was einer Quote von 45 Prozent entspricht. Der darüber hinaus gehende kostenpflichtige große Museumsrundgang wurde 71.784 Mal absolviert, was einem Anteil von 55 Prozent der Besuche gleichkommt und eine Steigerung um 9.085 zahlende Museumsbesucher gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Daraus ergibt sich die deutliche Erhöhung der Quote des Großen Rundgangs, die im Vorjahr nur 47 Prozent betrug. Zurückzuführen ist dieser Anstieg auf die Einführung einer Kombikarte der Museen mit dem Erlebnisaufzug, die den Käufern einen spürbaren Preisnachlass gegenüber den beiden Einzeltarifen bringt. Folgerichtig erhöhten sich die in den Museen in Altena eingenommenen Eintrittsentgelte um 6,3 Prozent oder 11.519 Euro auf 192.932 Euro gegenüber dem Vorjahr.


Deutsches Drahtmuseum
In relativen Zahlen bewirkt der Erlebnisaufzug insbesondere die neue Kombikarte, dass weniger Besucher der Museen Burg Altena anschließend auch noch in das Deutsche Drahtmuseum gehen, welches 500 m unterhalb der Burg liegt. Lag die Quote der Besucher beider Häuser vor Eröffnung des Erlebnisaufzugs bei durchschnittlich 20 bis 22 Prozent, erreichte sie 2016 mit 9.536 Besuchen nur noch eine Quote von 7,3 Prozent. Dieses Jahresergebnis lag rund 35 Prozent bzw. 5.080 Besuche unter dem Vorjahresergebnis. Gleichzeitig ist die Nachfrage der museumspädagogischen Programme des Deutschen Drahtmuseums gegenüber 2015 spürbar angestiegen: Es fanden 117 Führungen mit zusammen 1.540 Personen statt, 26 bzw. 30 Prozent mehr als 2015. Der Anteil der museumspädagogisch betreuten Besuche verdoppelte sich sogar auf 16,1 Prozent gegenüber 8,1 Prozent im Vorjahr.

Luisenhütte Wocklum
Die Besuchszahlen der Luisenhütte Wocklum in Balve stiegen 2016 um 33 Prozent. 6.515 Besuche wurden gezählt; das sind 1.599 mehr als im Vorjahr. Dies lag an den idealen Witterungsbedingungen bei den Kulturveranstaltungen an der Luisenhütte: 2016 kamen 1.571 Besucher mehr zu den Events, die jeweils einen Besuch des Museums und Technikdenkmals mit einschließen. „Luise heizt ein“ und die „Saisoneröffnung Luisenhütte“ waren die herausragenden Kulturereignisse – hinzukamen „Kinder-Halloween“ und erstmals ein Motorradgottesdienst. Die Summe der reinen Museumsbesucher blieb dagegen fast konstant bzw. fiel minimal um 1,3 Prozent auf 2.363. Die Zahl der museumspädagogisch betreuten Besuche fiel um 7,3 Prozent auf 1.508 Personen gegenüber 1.627 im Vorjahr, die der geführten Gruppen stieg dagegen um 7,2 Prozent von 83 auf 89.

Zuletzt aktualisiert am: 30.03.2017