Chancen und Risiken der Telearbeit

Sechs Auszubildende sollen Vorschläge unterbreiten

Prof. Dr. Christoph Görisch und Tobias Röbbeke mit den Auszubildenden vom Projektteam. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Prof. Dr. Christoph Görisch und Tobias Röbbeke mit den Auszubildenden vom Projektteam. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 28.04.2017
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird für viele ein immer wichtigerer Punkt bei der Entscheidung für einen Job. Fragen der Teilzeitarbeit, der Auszeiten für die Familienphase oder für zu pflegende Angehörige, von flexiblen Arbeitszeiten oder auch die Möglichkeit der Telearbeit sind dabei wichtige Eckpunkte. Entsprechende Angebote werden von modernen Arbeitgebern erwartet.

Wie es um die Telearbeit bei der Kreisverwaltung bestellt ist, wie die Rahmenbedingungen und wie die Voraussetzungen für eine eventuelle Ausweitung sind, das wollen sechs junge Damen im Rahmen ihres ausbildungsbegleitenden Studiums „Bachelor of Law“ an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung zurzeit herausfinden. Sie alle sind Auszubildende im gehobenen nichttechnischen Dienst und haben ihre Ausbildung im Jahr 2015 begonnen. Katja Gerecht und Lena Streppel arbeiten bei der Stadt Plettenberg, Eva-Maria Weber beim Hochsauerlandkreis, Carina Dehmel, Orla Hamann und Mara Schubert beim Märkischen Kreis.

Gestartet sind die jungen Damen, die insgesamt zehn Wochen Zeit für ihre Projektarbeit haben, mit der Bestandsanalyse. Aktuell nutzen bei der Kreisverwaltung 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von insgesamt gut 1.300 die Möglichkeit der Telearbeit. Über deren Erfahrungen können sie in einem anonymisierten Fragebogen berichten.

Das Thema hat noch viele weitere Facetten. Wie wirkt sich eine stärkere Telearbeit auf das Raumkonzept in den Kreishäusern aus? Mit welchen Kosten ist zu rechnen? Wie wird der Datenschutz gewährleistet? Welche Anforderungen an das Home-Office gibt es? Wie müsste eine neue Dienstvereinbarung aussehen? Welche Vorteile gibt es, welche Nachteile sind zu beachten? Wie verändert sich die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern und mit den Vorgesetzten? Fragen über Fragen, für die die sechs Auszubildenden jetzt Antworten suchen.

Betreut wird das Projekt-Team beim Märkischen Kreis von Tobias Röbbecke vom Fachdienst Personal und bei der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung von Prof. Dr. Christoph Görisch. Ihre Ergebnisse stellen die sechs jungen Damen Mitte Juni bei einer internen Veranstaltung ihren jeweiligen Verwaltungsführungen, Vorgesetzten und Projektbeteiligten vor. Der Märkische Kreis bietet seit Jahren derartige Projekte an, um Studierenden die Möglichkeit zu geben, Theoriestudium und Praxis zu verbinden und einen Einblick in die Kreisverwaltung zu bekommen.

Zuletzt aktualisiert am: 28.04.2017