Landesdarlehen für die eigenen vier Wände – es gibt sie noch

Pressemeldung vom 02.05.2017
Das Land Nordrhein-Westfalen hilft auch im Jahre 2017 Familien bei der Verwirklichung des Traumes von den eigenen vier Wänden durch die Vergabe zinsgünstiger Darlehen (auch als „Landesmittel“ bekannt) und leistet damit weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Wohnungsmarktes. Beim Märkischen Kreis ist der Fachdienst Wohnungswesen und Elterngeld Bewilligungsbehörde für die angesprochen Landesmittel. Die Zuständigkeit erstreckt sich dabei auf alle kreisangehörigen Städte und Gemeinden.

Die Eigenheimförderung ist einkommensabhängig und richtet sich an Haushalte mit Kindern und Schwerbehinderten in den unteren und mittleren Einkommensgruppen. Die Förderung ist im Bereich des Märkischen Kreises vorrangig für den Erwerb bestehender Objekte möglich. Neubauvorhaben werden hingegen nur noch in Städten mit hohem oder überdurchschnittlichem Bedarfsniveau gefördert. Im Märkischen Kreis ist dies lediglich die Stadt Hemer.
Die Höhe der Darlehen ist abhängig vom Kostenniveau der jeweiligen Stadt oder Gemeinde, in der das gebrauchte Objekt gekauft werden soll. Im Märkischen Kreis gehören die meisten Städte und Gemeinden zur Kostenkategorie 1 (niedriges Kostenniveau), lediglich die Stadt Lüdenscheid und die Gemeinde Schalksmühle wurden in die Kostenkategorie 2 (höheres Kostenniveau) eingestuft.
Für ein gebrauchtes Objekt in Lüdenscheid oder Schalksmühle, Baujahr 1998, kann eine 4-köpfige Familie beispielsweise 71.250,00 Euro an zinsgünstigen Landesdarlehen erhalten, in Altena oder Menden (beides Kostenkategorie 1) wären es bei gleichem Baujahr und gleicher Familiengröße noch 56.200,00 Euro.
Für ältere Objekte, die vor 1995 errichtet wurden und nicht bereits aufwändig energetisch saniert wurden, gibt es das Kombimodell. Gefördert wird der Kauf dieser Objekte ebenfalls, allerdings nur unter der Bedingung, dass Maßnahmen zur energetischen Modernisierung vorgenommen werden.
Seit einigen Jahren werden auch bauliche Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren sowie zur Verbesserung der Energieeffizienz gefördert. Ziel dieser Bestandsförderung ist es, barrierefreien und energetisch verbesserten Wohnraum zu schaffen. Hierfür stellt das Land zinsgünstige Darlehen zur Anteilsfinanzierung bereit.
Gefördert werden alle Maßnahmen, die zu einem alters- bzw. generationsgerechten Leben beitragen – z.B. der Einbau einer bodengleichen Dusche, Schaffung notwendiger Bewegungsflächen, Handläufe, schwellenlose Zugänge zu Terrasse oder Balkon. Kurzum alles, was die Beweglichkeit und das Leben in den (eigenen) vier Wänden erheblich erleichtert.
Aber auch Eigentümer, die ihre „in die Jahre gekommenen“ Häuser energetisch aufwerten möchten, können ein Darlehen beantragen.
Förderfähig sind Maßnahmen, die zur nachhaltigen Verbesserung der Energieeffizienz und damit zu einer Senkung der Nebenkosten im Wohnungsbestand sowie zu einer verstärkten CO2-Einsparung beitragen.
Der Einsatz von Tilgungsnachlässen bietet hier einen besonderen Anreiz für eine Inanspruch-nahme der Mittel.
Darüber hinaus können auch Maßnahmen zum Schutz gegen Einbruch und zur Verbesserung der Sicherheit am und im Gebäude gefördert werden. Hierzu zählen u.a. die Nachrüstung elektronischer Türöffner, Bewegungsmelder und Beleuchtungssysteme, aber auch der Einbau von einbruchhemmenden Türen mit Türspionen.
Auf die Erneuerung von selbst genutzten Denkmälern und erhaltenswerten Wohngebäuden wird ebenfalls großer Wert gelegt. Selbstnutzende Eigentümer können eine Anteilsfinanzierung von bis zu 85 v.H. der förderfähigen Kosten beantragen.

Weitere Informationen zu den Förderangeboten erhalten Sie beim Fachdienst Wohnungswesen und Elterngeld des Märkischen Kreises, Durchwahl 02351/966-6850 (Frau Brake) oder 02351/966-6852 (Frau Krause), oder auf der Homepage des Kreises unter www.maerkischer-kreis.de (Stichwort Eigenheimförderung) sowie unter www.mbwsv.nrw.de (Homepage des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW) und www.nrwbank.de.

Zuletzt aktualisiert am: 02.05.2017