Sportplakette posthum an Ernst Junker verliehen

Kreis ehrt 154 Sportlerinnen und Sportler

154 Sportlerinnen und Sportler wurden ausgezeichnet. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
154 Sportlerinnen und Sportler wurden ausgezeichnet. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 16.05.2017
| Es war ein Moment der andächtigen Stille bei der jüngsten Sportlerehrung des Märkischen Kreises in der neuen Hemberg-Sporthalle in Iserlohn. 154 Sportlerinnen und Sportler, dazu dutzende sie begleitende Familienangehörige und Gäste, erhoben sich von ihren Plätzen um einem Mann zu gedenken, der sich in der Vergangenheit regelmäßig Urkunde und Plakette abgeholt hatte. In diesem Jahr fehlte Ernst Junker von der Tischtennis-Abteilung des PSV Iserlohn. Er war im Januar im Alter von 89 Jahren verstorben. Für seinen 3. Platz bei den Weltmeisterschaften wurde er posthum ausgezeichnet. Urkunde und Plakette nahm seine Lebensgefährtin Erika Naujokat entgegen.

Motto der Veranstaltung in diesem Jahr: „Sportabzeichen im Wandel der Zeit.“ Da konnte Landrat Thomas Gemke in seiner Begrüßung aus persönlicher Erfahrung mitreden. Er legte das Sportabzeichen gleich mehrfach ab. „Das Sportabzeichen gibt es seit dem 1. September 1913. Es hat eine lange Tradition, die im Laufe der Zeit immer wieder angepasst und weiterentwickelt wurde“, erklärte der Landrat. Günther Nülle, Vorsitzender des Kreissportbundes Märkischer Kreis, zeigte sich „beeindruckt, in wie vielen Sportarten und Altersklassen Leistungen erbracht werden.“ Er selbst habe nur einmal das Sportabzeichen abgelegt, „weil ich es wegen des Sportstudiums musste. Danach war der innere Schweinehund immer größer.“

Darüber kann Wolfgang Radke aus Plettenberg nur müde schmunzeln. Er wurde ausgezeichnet, weil der das Sportabzeichen in Gold zum 60. Mal erworben hat. In einer Talk-Runde mit Landrat Thomas Gemke und Brigitte Schmitz-Gerau vom Kreissportbund berichtete er von seiner Sportabzeichen-Leidenschaft. Schmitz-Gerau: „Jedes Jahr werden zwei Millionen Sportabzeichen in Deutschland abgelegt. 60 bis 70 Prozent davon von Jugendlichen, der Rest von Erwachsenen.“
Auch in diesem Jahr gab es wieder den Dank an einen langjährigen Ehrenamtlichen. Helge Götz vom TV Friesen Lüdenscheid wurde ausgezeichnet. Er trat 1963 in den TV ein, ist seit Jahrzehnten als Abteilungsleiter und Übungsleiter aktiv, hat Ämter im Lenne-Volme-Turngau inne und hat zahlreiche Ehrenbriefe, war Referent bei der Übungsleiterausbildung im Kreissportbund, dort auch Jugendwart und Sportwart.
Für den unterhaltsamen Teil der Sportlerehrung sorgten Tischtennis-Senioren-Weltmeister Manfred Nieswand und Tischtennis-Legende Wilfried Lieck. Lieck bat dann auch Landrat Thomas Gemke kurz an die Platte. Beeindruckend auch die Show der jungen Tänzerinnen und Tänzer des Rock´n´Roll Clubs Teddybaers Iserlohn e.V.

Sie legten erfolgreich das Sportabzeichen mit Jubiläumszahlen ab. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Sie legten erfolgreich das Sportabzeichen mit Jubiläumszahlen ab. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Der emotionale Höhepunkt: Erika Naujokat nimmt die Sportplakette für ihren verstorbenen Lebensgefährten Ernst Junker entgegen. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Der emotionale Höhepunkt: Erika Naujokat nimmt die Sportplakette für ihren verstorbenen Lebensgefährten Ernst Junker entgegen. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Wilfried Lieck (links) und Manfred Nieswand sorgten für das humoristische Highlight. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Wilfried Lieck (links) und Manfred Nieswand sorgten für das humoristische Highlight. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Hoch flogen die Beine bei den Rock´n´Rollern der Teddybaers. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis/
Hoch flogen die Beine bei den Rock´n´Rollern der Teddybaers. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis/
Zuletzt aktualisiert am: 16.05.2017