RAAM Team 2019 MK radelt in den Partnerkreis Elbe-Elster

Julian Becker und Markus Gärtner vom MK Team RAAM 2019 radeln nach Elbe-Elster, Foto:RAAM MK
Julian Becker und Markus Gärtner vom MK Team RAAM 2019 radeln nach Elbe-Elster, Foto:RAAM MK

Pressemeldung vom 22.05.2017
| Im Zeichen des 25-jährigen Partnerschaftsjubiläums zwischen dem Märkischen Kreis und dem Landkreis Elbe-Elster macht sich das RAAM Radsportteam MK bereit für eine Nonstop-Nachtfahrt von Herscheid bis Bad Liebenwerda. In Elbe-Elster angekommen erwartet sie ein Empfang durch Landrat Christian Heinrich-Jaschinski und eine lockerer Radwander- und Sightseeingtour durch den Landkreis.

"Bei der Simulationsfahrt unter echten Rennbedingungen wollen wir erstmals testen, wie wir als Team zusammen funktionieren: wie wir die Fahrerwechsel möglichst ohne Zeitverluste optimieren; worauf wir bei der Navigation und bei zukünftigen Planungen besonders Wert legen müssen", erklärt Teamkoordinator Frank Lachnitt. Für ihn ist es ein großer Vorteil, dass sich Fahrer und Betreuer schon jahrelang gut kennen und ein großes gegenseitiges Vertrauen herrscht.

Los geht es für die Herscheider Sportler Julian Becker und Markus Gärtner, den Plettenberger Sven Dunker und Miki Milivoje Nilovic aus Meinerzhagen am Freitag, den 2. Juni um 17 Uhr an der Schützen-/Gemeinschaftshalle in Herscheid. "Es wäre schön, wenn uns bei der Abfahrt ein paar Leute anfeuern würden", bittet Julian Becker um Unterstützung.
Vier der insgesamt 13 Teambetreuer begleiten die Tour. Dafür dass die Sportler wohl behalten ans Ziel kommen, sorgen Frank Lachnitt aus Plettenberg, Atemtherapeut an den Märkischen Kliniken, und der Kiersper Physiotherapeut Volker Stuberg. An der genauen Routenplanung für die ca. 560 Kilometer weite Strecke tüftelt noch Chefnavigator Alexander Fink aus Frankfurt. Jannik Fischbach aus Olpe wird die Tour für einen Imagefilm medial dokumentieren. Schließlich braucht es noch einige Sponsoren, um den Traum von Amerika zu realisieren.

Die Fahrer haben vor, bis Lüdenscheid in voller Formation zu fahren. Danach steigen drei in den Teambus um. Bei einem durchschnittlichen Tempo von 30 bis 35 Kilometer pro Stunde, wechseln sich die Radler jede Stunde ab. Dafür fährt der Teambus mit den Rädern vor und organisiert an geeigneter Stelle die reibungslose „Staffelübergabe“. „Die Räder dürfen nicht still stehen“, erläutert Lachnitt. In der Dunkelheit will das RAAM Team natürlich kein Sicherheitsrisiko eingehen. Der jeweilige Fahrer wird daher von einem Followcar vom nachfolgenden Verkehr abgeschirmt. Mit dem vollelektrischen BMW i3, das von der Kaltenbach-Gruppe zur Verfügung gestellt wird, wirbt das Team gleichzeitig für mehr Klimaschutz. "Wir wollen den Beweis antreten, dass ein Elektromobil die 560 Kilometer bis Elbe-Elster schaffen kann" sagt Julian Becker. Über Sprechfunk kommuniziert der Fahrer des Followcars mit dem Radler und gibt Navigationsanweisungen. Zusätzlich ist der Wagen mit einem Lautsprecher ausgestattet. "Wenn es mental mal nicht so gut läuft, erzählen wir auch Witze", plaudert Lachnitt aus dem Nähkästchen. Denn viel Schlaf wird es bei der Tour nicht geben.

Das RAAM Team rechnet damit, dass es so gegen Mittag in Bad Liebenwerda ankommen wird. Für die Radler aus dem Märkischen Kreis geht es dann auch schon bald weiter. „Dieses außergewöhnliche Sportereignis wollen wir nutzen, um alle Radbegeisterten aus Elbe-Elster herzlich einzuladen, an einer gemeinsamen Rundreise durch den blühenden Landkreis teilzunehmen“, kündigt Susanne Drobs, verantwortlich für die Tourismusförderung beim Landkreis Elbe-Elster an. Mit von der Partie werden auch Elbe-Elsters Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, die Bürgermeister der Touretappen Bad Liebenwerda, Wahrenbrück, Saxdorf, Martinskirchen und Mührberg und hoffentlich jede Menge Hobbyradler sein. Die Aktion im Sinne des Radtourismus und des Klimaschutzes hat noch einen weiteren guten Zweck: "Jeder Mitfahrer trägt mit einem Spendenbeitrag von zwei Euro zu einer Spendensumme bei, die einer gemeinnützigen Einrichtung in Elbe-Elster zugute kommt", erläutert Landrat Christian Heinrich-Jaschinski. Zurück geht es dann für das RAAM Team am Pfingstsonntag.


Hintergrund RAAM 2019:
"Race Across America" ist ein Radrennen mit einer Distanz von 4.800 Kilometern. Es geht durch zwölf US-Bundesstaaten, von Oceanside im Westen bis Annapolis im Osten. Das Team aus dem Märkischen Kreis kreuzt dabei die vier längsten Flüsse der USA, überquert Pässe wie die der Rocky Mountains und der Appalachen und strampelt sich durch trockene Wüsten. Tag und Nacht, ohne Ruhetag, sind die Sportler aktiv. Bedeutet: Eine Woche Schlafentzug unter körperlicher Höchstleistung. Eines allerdings steht fest: Nach neun Tagen und fünf Stunden muss das Team spätestens am Ziel sein.

"Race Across America" ist aber nicht nur ein hochklassiges Sportevent, es dient auch wohltätigen Zwecken. Deshalb möchte das Team auch mindestens 10 Prozent des Erlöses aus Sponsorengeldern und Werbeeinnahmen an den Förderverein Palliativstation des Klinikums Lüdenscheid spenden. „Alles was nach dem Rennen 2019 noch an Geldern übrig ist, fließt eins zu eins an die Palliativstation der Märkischen Kliniken in Lüdenscheid“, sagt Teamkoordinator Frank Lachnitt. Aus diesem Grund hat Landrat Thomas Gemke auch die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen.

Weiterführende Links:
www.facebook.com/RAAMteam2019.de
www.raamteam2019.de

Zuletzt aktualisiert am: 22.05.2017