2.160 Tonnen Altkleider gesammelt

Kooperation mit 26 Partnern hat sich bewährt

Horst Peter Hohage (Mitte) mit Viola Link und Michael Lücker von der Verbraucherzentrale. Foto: Guido Bartsch/Märkischer Kreis
Horst Peter Hohage (Mitte) mit Viola Link und Michael Lücker von der Verbraucherzentrale. Foto: Guido Bartsch/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 30.06.2017
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Hier ein Shirt, da eine Jacke - neue Kleidung ist schnell gekauft. Aber ehe man sich versieht, stapeln sich die Kleiderberge im Schrank und es stellt sich die Frage: „Was machen wir mit all den Klamotten?“ In Deutschland werden jährlich rund eine Million Tonnen Altkleider gesammelt - der Großteil davon über Depotcontainer, die an der Straße stehen. Weil viele dieser Behälter illegal aufgestellt sind, kommt die Kleidung oft nicht denen zugute, die sie dringend benötigen. Aus diesem Grund hat der Märkische Kreis zusammen mit einer Reihe von Wohlfahrtsverbänden vor drei Jahren eine Kooperation ins Leben gerufen. Ziel war, dass die Verwendung der gespendeten Kleidung transparent wird und der Erlös einem gemeinnützigen Zweck zugutekommen sollte. Die Kreisverwaltung legt jetzt eine erste positive Sammelbilanz vor.


 „Diese Sammlung ist garantiert für einen guten Zweck!“ lautet die Botschaft auf dem Logo, das alle legal aufgestellten Altkleidercontainer im Märkischen Kreis ziert. „Wer Kleider und Schuhe in diese Sammelbehälter wirft, kann sicher sein, wo die Sachen landen und wer mit diesen Wertstoffen Geld verdient“, so Horst Peter Hohage, Leiter des Fachdienstes Umweltschutz und Planung beim Kreis. Mittlerweile beteiligen sich 26 Kooperationspartner an der flächendeckenden und haushaltsnahen Erfassung von Altkleidern und -schuhen im Kreisgebiet. An rund 500 Standorten sind ca. 600 Container aufgestellt. Die dort erfassten Mengen können sich sehenlassen. „In den vergangenen drei Jahren ist die Sammelmenge kontinuierlich gestiegen - von ca. 1.700 Tonnen in 2014, über 2.130 Tonnen in 2015, auf 2.160 Tonnen im vergangenen Jahr. Diese Entwicklung zeigt, dass wir auf einem richtigen Weg sind“, freut sich Hans-Joachim Grevers vom Kreis, der die Projektorganisation übernommen hat. Von den gesammelten Altkleidern und -schuhen wurden 55 Prozent wiederverwendet, 38 Prozent zu Putzlappen und Dämmstoffen verarbeitet und nur sieben Prozent beseitigt.


„Die Mülltonne ist der falsche Ort für die guten Stoffe“, so Umweltberaterin Viola Link von der Verbraucherzentrale. „Kleidung, die noch getragen werden kann, sollte in jedem Fall an Sammelstellen abgegeben werden, damit sie weiter genutzt wird.“ Auch Kleiderkammern vor Ort böten sich jederzeit als Adresse an, um sich von abgelegter Kleidung zu trennen. Was hier ankomme, werde auch an Bedürftige weitergereicht. Secondhandläden, Flohmärkte und Tauschbörsen seien ebenfalls hervorragende Möglichkeiten, um hochwertige aussortierte Kleidung weiterzureichen. „Grundsätzlich sollten Verbraucher beim Kleiderkauf aber auf Klasse statt Masse setzen, denn das schont die Umwelt und spart langfristig Geld“, so Link.


 Informationen zur Kooperation „Altkleidersammlung im Märkischen Kreis“ gibt es im Fachdienst Umweltschutz und Planung, Hans-Joachim Grevers, unter Telefon 02351/966-6391.

Zuletzt aktualisiert am: 30.06.2017