Neue Herausforderung für das MJO: Spielen mit den Profis

Die Geiger Jonathan und Felix Kriewald beim MJO-Konzert in Wittenberg, Foto Erkens/Märkischer Kreis
Die Geiger Jonathan und Felix Kriewald beim MJO-Konzert in Wittenberg, Foto Erkens/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 05.09.2017
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Nach dem Konzert ist vor dem Konzert: Kaum haben Jonathan und Felix Kriewald mit dem Märkischen Jugendsinfonieorchester und der Musikschule Gebrüder Graun aus dem Partnerkreis Elbe Elster die diesjährige Sommerphase mit erfolgreichen Konzerten in Finsterwalde, Bad Liebenwerda, Wittenberg, Meinerzhagen, Lüdenscheid und Schwerte abge-schlossen, wartet schon eine neue Herausforderung auf sie. Die beiden Studenten aus Hemer gehören zu den 50 Musiktalenten des MJO, die auf Einladung der Philharmonie Südwestfalen mit 50 Profis des Patenorchesters ein gemeinsames Konzert unter Leitung von Dirigent Thomas Grote in Siegen geben dürfen. Gegenüber dem Profiorchester hat das MJO einen Vorteil: Es ist bereits mit Felix Mendelsohn Bartholdys „Reformationssinfonie“ und dem Ballett „Romeo und Julia“ von Sergej Prokofjew bestens vertraut. „Sobald wir nicht mehr akribisch auf die Noten schauen müssen, wird es richtig gut“, verrät Felix Kriewald, der Musikjournalist werden will.



Jonathan Kriewald erhofft sich von den gemeinsamen Proben und dem Zusammenspiel mit den professionellen Musikern einen deutlichen Qualitätsschub. Berücksichtigt man das Durchschnittsalter im Jugendorchester spielt das MJO schon auf einem hohen Niveau. Der Physikstudent nimmt noch den vollen Schwung aus den zurückliegenden Konzerten mit und denkt zuweilen auch noch mal über eine Profikarriere als Geiger nach. Wie sein Bruder Felix, der sich ebenfalls der Violine verschrieben hat, spielt er außerhalb des MJO noch in vielen anderen Orchestern mit. „Aber nirgendwo fühlt es sich so wie ‚nach Hause kommen‘ an wie beim MJO“, erklärt Jonathan und sein Bruder pflichtet ihm bei. Auch die Familie ist ‚MJO-verrückt‘. „Die Eltern helfen und unterstützen das MJO wo sie nur können“, weiß Inge Kohlgrüber, langjährige Ansprechpartnerin für das MJO beim Märkischen Kreis. Schon die Tante der Geschwister Kriewald hat vor geschätzt 20 Jahren beim MJO mitgespielt. Der 22-jährige Jonathan ist seit sechs Jahren dabei, der 19-jährige Felix seit 5 Jahren. Für beide steht heute schon fest, dass sie bei der nächsten Probenphase wieder mitwirken wollen. „Aus jeder Probenphase nehme ich Erinnerungen für die Ewigkeit mit“, sagt Felix. Sich gemeinsam auf die Musik einzulassen, die ja vorwiegend Gefühle artikuliert, sei sehr intim. In den gemeinsamen Probenphasen entstehen daher oft enge Freundschaften und eine starke Einheit. Beide hoffen, dass die gemeinsamen Proben und das Konzert mit der Philharmonie Südwestfalen gut läuft. „Vielleicht spielen wir dann häufiger in Siegen.“
Info/Karten: Philharmonie Südwestfalen, Telefon: 0 27 33. 12 48 40; kamenik@philsw.de, www.philsw.de

Zuletzt aktualisiert am: 05.09.2017