75 erhielten ihre Zertifikate

Schutz vor multiresistenten Keimen verbessert

27 Senioreneinrichtungen wurden zum ersten Mal zertifiziert, auch deren Vertreter erhielten Urkunden. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
27 Senioreneinrichtungen wurden zum ersten Mal zertifiziert, auch deren Vertreter erhielten Urkunden. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 05.12.2017
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75 Vertreter von elf Krankenhäusern und 27 Senioreneinrichtungen trafen sich jetzt im Sitzungssaal des Lüdenscheider Kreishauses. Sie konnten aus der Hand von Landrat Thomas Gemke ihre MRSA- bzw. MRE-Zertifizierungsurkunden entgegennehmen. „MRSA“ bzw. „MRE“ stehen für multiresistente Keime, die in Krankenhäusern und Einrichtungen zunehmend ein Problem werden, weil sie gegen Antibiotika Resistenzen entwickelt haben.


Landrat Thomas Gemke erinnerte daran, dass bereits im Jahr 2006 das „MRE-net MK“ gegründet worden war. Unter der Moderation des Fachdienstes Gesundheitsschutz und Umweltmedizin wurden seither Standards zur Verhinderung der Ausbreitung resistenter Erreger erarbeitet. Das "MRE-net MK" ist ein regionales Netzwerk zum Schutz der Bevölkerung im Märkischen Kreis vor Infektionen mit MRE. Durch Austausch von Wissen und Know-how sowie insbesondere durch die enge Zusammenarbeit aller Akteure des Gesundheitswesens soll dieses Netzwerk zur Verbesserung der Umsetzung von MRE-Präventions- und Kontrollmaßnahmen im Kreis beitragen.


Gemke: „2014 habe ich erstmalig die Zertifizierung von zwölf Akutkrankenhäusern im Märkischen Kreis vorgenommen. Elf von ihnen haben sich mit erfolgreichem Ergebnis den erhöhten Anforderungen der Folgezertifizierung gestellt.“ Darüber hinaus haben sich von 60 Senioren- und Pflegeeinrichtungen aktuell 27 erstmalig einer Zertifizierung gestellt. „Bereits jetzt liegen uns weitere Interessensbekundungen von Einrichtungen im Märkischen Kreis vor“, freute sich Landrat Thomas Gemke über das nicht nachlassende Interesse.


 Alle Häuser, die sich der Zertifizierung gestellt haben, wurden eingehend von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachdienstes Gesundheitsschutz und Umweltmedizin geprüft. Die Hygienefachkräfte der Häuser mussten aufwendig nachweisen, dass alle Anstrengungen unternommen werden, die Verbreitung MRSA bzw. MRE zu vermeiden. Zudem wurde jede Einrichtung besucht und die Abläufe vor Ort überprüft. Gemke: „Das erfreuliche Ergebnis: Alle Häuser haben die strengen Zertifizierungskriterien erfüllt.“ Weitere Informationen unter www.maerkischer-kreis.de.

Die Vertreter der elf Krankenhäuser freuten sich über die Urkunden nach der Folgezertifizierung. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Die Vertreter der elf Krankenhäuser freuten sich über die Urkunden nach der Folgezertifizierung. Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis
Zuletzt aktualisiert am: 05.12.2017