Eigenes Azubi-Ticket abgelehnt

Pressemeldung vom 15.06.2018

Als einen Anreiz, den Märkischen Kreis für Ausbildungssuchende auch überregional attraktiver zu machen, beantragte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, ein Azubi-Ticket zum Preis eines Mobiltickets (Sozialtickets) im Märkischen Kreis einzuführen.


Der Struktur- und Wirtschaftsausschuss des Märkischen Kreises lehnte diesen Vorschlag aus sehr unterschiedlichen Gründen mehrheitlich in seiner Sitzung im Lüdenscheider Kreishaus ab. Als einen „sinnvollen“ und „wünschenswerten“ Ansatz bezeichnete die SPD den Antrag. Aber ohne Fördermittel vom Land, dürfe die Finanzierung eines solchen Tickets nicht allein zulasten des Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) gehen. Auch die Betriebe müssten einen Beitrag dazu leisten. Die CDU Fraktion sah schlicht kleinen Handlungsbedarf. Immer mehr Betriebe zahlten den Azubis bereits Fahrkostenzuschüsse für den Weg zu den Berufsschulen. Zudem handle es sich bei Auszubildenden in der Regel nicht um Bedürftige, weil sie, anders als Schüler oder Studenten, eine Arbeitsvergütung erhalten. Dem widersprach die Linke vehement: In einigen Ausberufen läge das Gehalt unter dem Bafög-Höchstsatz von 735 Euro. In diesen Fällen sei ein Anspruch auf das Mobilticket angebracht. Bis zur nächsten Sitzung will die Linke einen eigenen Antrag formulieren.

Zuletzt aktualisiert am: 15.06.2018