Abfallbilanz und E-Mobilität im Märkischen Kreis

2019 will der Märkische Kreis mit Unterstützung der Landesförderung zwei neue E-Fahrzeuge anschaffen, Foto: Petra Schaller/Märkischer Kreis
2019 will der Märkische Kreis mit Unterstützung der Landesförderung zwei neue E-Fahrzeuge anschaffen, Foto: Petra Schaller/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 28.06.2018
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Bei einem Bevölkerungsrückgang von 1500 Einwohnern verzeichnet der Märkische Kreis für 2017 ein Abfallaufkommen von 347.052 Tonnen, das entspricht einer Abfallmenge pro Einwohner von 837 Kilogramm im Jahr. Gegenüber dem Vorjahr macht das einen leichten Rückgang von rund 6 Tonnen oder 1,7 Prozent aus. Dabei wurden weniger Grünabfall und Altpapier erfasst. Auch landeten weniger Dämmmaterialien, Farb- und Lackreste oder ölhaltige Putztücher im Müll.


Der Anteil der Siedlungsabfälle wie Haus- und Sperrmüll oder getrennt gesammelte Abfälle aus privaten Haushaltungen zur Verwertung betrug 2017 mit 202.590 Tonnen rund 58 Prozent. Das sind 489 Kilogramm pro Einwohner. Davon werden rund 51 Prozent im Müllheizkraftwerk Iserlohn thermisch verwertet. 49 Prozent werden in Anlagen von anderen Betreibern verwertet. „Mit 103.219 Tonnen werden wir unserer Mindestanliefer-Verpflichtung von 106 700 Tonnen an die AMK auch dieses Jahr nicht erfüllen können“, machte die Kreisdirektorin deutlich.


Das Thema Elektromobilität brachte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf die Tagesordnung. Der Märkische Kreis will 2019 das Sofortprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen nutzen, um 2019 zwei weitere E-Fahrzeuge anzuschaffen. Die Landesförderung hierfür beträgt 40 Prozent der Anschaffungskosten, maximal 30.000 Euro pro Fahrzeug. Noch in diesem Jahr soll ein neuer E-Golf den drei Jahre alten, strombetriebenen Leasing-Dienstwagen  ersetzen. Auch für das momentan genutzte Kurierfahrzeug ist mittelfristig als Ersatz ein elektrisch betriebenes Fahrzeug vorgesehen. Mit dem Ausbau der E-Mobilität im Fuhrpark des Märkischen Kreises sollen auch entsprechende Lademöglichkeiten geschaffen werden. Das Land unterstützt den Aufbau der internen Ladeinfrastruktur zu 80 Prozent oder maximal 8.000 Euro pro Ladepunkt. Kein Thema für die Verwaltung ist ein weiterer Aufbau öffentlicher Ladesäulen, der mit 40 Prozent der Investitionskosten gefördert wird. Aktuell sind im Märkischen Kreis 178 elektrische und 1.349 hybride Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Zu 85 Prozent werden sie in privaten Garagen oder Carports geladen. Rund 25 öffentliche Ladestationen für E-Pkw und 19 für E-Bikes stehen bereits zur Verfügung. Seitdem die Stromkarten kostenpflichtig sind, seien die Ladevorgänge an der Ladestation vor dem Kreishaus deutlich zurückgegangen, so die Kreisdirektorin.

Zuletzt aktualisiert am: 29.06.2018