Flügellos: Restaurierung des Friedrichstors

Der Ausbau des Friedrichtors mit Flaschenzug und Muskelkraft, Foto Sina Petermann/Märkischer Kreis
Der Ausbau des Friedrichtors mit Flaschenzug und Muskelkraft, Foto Sina Petermann/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 14.08.2018
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Um das Friedrichstor zu demontieren und in die Werkstatt in Lichtenau (Ostwestfalen) zu transportieren, rückte die beauftragte Fachfirma mit fünf Mitarbeitern an. Der Ausbau der ca. 600 Kilogramm schweren Flügel gestaltete sich dennoch schwierig. Die Tore werden oben und unten durch eiserne Zapfen in  entsprechenden Aufnahmen, sogenannten Dehzapfenpfannen gehalten. Um sie dort raus zu hebeln,  verwendete die Firma einen Flaschenzug, der bis zu zwei Tonnen tragen konnte. Dennoch musste das Einladen der Flügel in den Lieferwagen in erster Linie mit reiner Muskelkraft bewältigt werden.

Mit der Wiederherstellung der beiden Torflügel wird die umfangreiche Restaurierung der gesamten Toranlagen abgeschlossen.  Im Unterschied zu den bereits aufgearbeiteten Toren, sind die Flügel am Friedrichstor der Witterung weitgehend frei ausgesetzt. Daher werden hier umfangreiche Holzergänzungen und eine Abdeckung der Flügel im geöffneten Zustand erforderlich sein. Dazu kommen Sandsteinarbeiten der Toraufnahme im Sockelbereich sowie die Überarbeitung aller Bänder und übrigen Beschläge. Die Holzoberflächen erhalten dann abschließend einen bereits mehrfach bewährten Leinölanstrich. Die gesamte Maßnahme soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Die Restaurierung der kompletten Toranlagen  in den letzten drei Jahren  kostet insgesamt rund 38.000 Euro.

Zuletzt aktualisiert am: 14.08.2018