Zukunft der Brabeck Schule weiter offen

Pressemeldung vom 05.10.2018
|

Auf Antrag der SPD-Fraktion vertagte der Kreisausschuss im Lüdenscheider Kreishaus den Tagesordnungspunkt zur Übernahme der Trägerschaft der Iserlohner Brabeckschule mit dem Förderschwerpunkt „Lernen“ zum Schuljahr 2019/20. Dann soll auch über den Antrag der Fraktion "Die Linke" entschieden werden, die das Thema vor einer Entscheidung erst in den zuständigen Fachausschüssen beraten möchte.


Um die kommunale Förderschule mit zwei Standorten in Iserlohn und einem Standort in Hemer trotz sinkender Schülerzahlen zu erhalten, überlegt der Kreis, die Trägerschaft zu übernehmen. Vorschlag der Kreisverwaltung ist es, die Standorte in Iserlohn und Letmathe zu erhalten, die beide baulich in gutem Zustand sind. Zur Diskussion steht, den Teilstandort Hemer aufzugeben. Das Schulgebäude in Hemer weist einen gravierenden Sanierungsstau auf und müsste nach einer Kalkulation der Kreisverwaltung  für rund 1,7 Millionen Euro instandgesetzt werden. Schon jetzt sind nach Ansicht der Kreisverwaltung die aktuell 82 Schüler im Teilstandort Hemer sehr beengt untergebracht. Es fehlt vor allem an Fachräumen und die Mensa sei zu klein. Auch nach einem Umbau könnten aus Sicht der Kreisverwaltung nur 60 bis 70 Schüler in Hemer unterrichtet werden. Derzeit gilt für den Förderschwerpunkt Lernen noch die Mindestgröße für Teilstandorte von 72 Schülern. Es ist noch nicht absehbar, ob und wann die Landesregierung die Mindestgröße auf 58 Kinder herunter schraubt. An den Schulstandorten in Iserlohn und in Letmathe ist bereits ohne weitere bauliche Maßnahmen eine räumliche Kapazität für jeweils 120 Schülerinnen und Schülern vorhanden. Der notwendige Ausbau der Mensa in Iserlohn wurde von der Stadt bis August 2019 zugesichert.


Grünes Licht gab der Kreisausschuss für die Richtlinien zur Förderung der sozialen Arbeit an Schulen im Märkische Kreis für die Jahre 2019 und 2020. Der Märkische Kreis nimmt seit 2015 am Landesprogramm "Förderung der sozialen Arbeit an Schulen" teil. Das Land NRW stellt dem Märkischen Kreis für die Jahre 2019 und 2020 Fördermittel in Höhe von rund 823.815 Euro zur Verfügung, sofern die Kreisverwaltung und die Städte und Gemeinden einen Eigenanteil von rund 353.063 Euro dazu beisteuern. Für die kreiseigenen Schulen stellt die Kreisverwaltung daher Eigenmittel in Höhen von rund 53.000 Euro in den kommenden Haushalt ein. Die Kämmerer der Städte und Gemeinden haben bis zum 1. Dezember Zeit, dem Märkischen Kreis eine Erklärung über die Bereitstellung von Eigenmitteln zu übermitteln, die an die Bezirksregierung weitergeleitet wird. Die Stadt Kierspe verzichtet 2019/20 auf die Teilnahme am Landesprogramm. Die Fördermittel werden auf Basis der Schülerzahlen des Schuljahres 2017/18 auf die kreisangehörigen Städte und Gemeinden und den Märkischen Kreis als Schulträger verteilt.

Zuletzt aktualisiert am: 08.10.2018