Premiere für den „Tag des Kunststoffs“ im Kunststoff-Institut Lüdenscheid: Rund 100 Schülerinnen und Schüler der achten bis zehnten Klasse aus dem Kreisgebiet bekamen einen praxisnahen Einblick in die vielfältigen Berufsmöglichkeiten der Kunststoffbranche.
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Roboter programmieren, 3D-Druck ausprobieren und Kunststoff auf Biegsamkeit testen – am ersten „Tag des Kunststoffs“ im Kunststoff-Institut Lüdenscheid erlebten knapp 100 Schülerinnen und Schüler praxisnah, welche spannenden Möglichkeiten die Kunststoffbranche bietet.
Die Jugendlichen aus Schulen in Lüdenscheid, Werdohl, Halver, Altena und Meinerzhagen konnten an 13 verschiedenen Stationen die vielseitige Welt der Kunststoffe kennenlernen. Mehr als 13 Unternehmen, Instituten und Berufskollege aus der Region stellten ihnen praxisnahe Aufgaben, die die Jugendlichen mit großem Interesse angingen. Sie programmierten Roboter, die eigenständig Materialien greifen und transportieren konnten. Mit viel Geschick verdrahteten sie Steckdosen, testeten Werkzeuge und setzten Metallteile präzise nach Zeichnung zusammen. Beim „Fehler finden“ an Kunststoffteilen entwickelten sie einen Blick für Qualitätssicherung, während sie unter dem Mikroskop kleinste Mikroplastikpartikel untersuchten. Außerdem gab es interessante Einblicke, wie Kunststoff verarbeitet wird und was mit dem Material geschieht. Beim Arbeiten mit dem 3D-Drucker und dem Zusammenbau eines USB-Sticks konnten sie ihre Fingerfertigkeit unter Beweis stellen.
„Unser erster Tag des Kunststoffs war ausgebucht. Ein großer Erfolg. Das freut uns sehr. Auch zu sehen, mit wie viel Interesse und Begeisterung die Schülerinnen und Schüler mitgemacht haben, war richtig schön. Vielen Dank an die Schulen und Lehrkräfte für die reibungslose Kooperation“, freute sich Karina Schiweck, Kommunale Koordinierungsstelle "Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf im Märkischen Kreis“. Ebenso ein großes Danke an das Technikzentrum Südwestfalen, das großzügig Räumlichkeiten für Stationen zur Verfügung stellte.“
Torsten Urban, International Network Cluster Manager des Kunststoff-Institut Lüdenscheid, war ebenfalls begeistert: „Jeder Stand hatte eine spannende Herausforderung für die Nachwuchskräfte. Die Unternehmen ermöglichten mit vielen Mitteln kreative Einblicke in ihre Arbeit.“ Besonders gut fand er, dass die Firmen eigenes Material mitgebracht und kreative Aufgaben entwickelt haben, um den Jugendlichen praxisnahe Erfahrungen zu ermöglichen.
Hintergrund
Die Veranstaltung war Teil der Beruflichen Orientierung im Rahmen des Programms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) und wurde von der Kommunalen Koordinierungsstelle des Märkischen Kreises in Kooperation mit dem Kunststoff-Institut Lüdenscheid sowie dem Technikzentrum Südwestfalen organisiert.
Auch 2026 soll es den „Tag des Kunststoffs“ wieder geben. Aufgrund der positiven Resonanz soll der Aktionstag künftig jährlich im Kunststoff-Institut Lüdenscheid stattfinden.