Der Entwicklung des Grundstücks des ehemaligen Marienhospitals Letmathe steht nichts mehr im Wege. Im Kreistag gab es einen einstimmigen Beschluss. Die Gesellschafterversammlung der Märkischen Kliniken wurde angewiesen, einen entsprechenden Vertrag abzuschließen und darüber im Kreisausschuss sowie im Kreistag zu berichten. |
Der Kreistag hat in seiner Sitzung einstimmig „Grünes Licht“ für die Entwicklung des Grundstücks des ehemaligen Marienhospitals Letmathe gegeben. Die Gesellschafterversammlung der Märkischen Kliniken wird angewiesen, einen entsprechenden Vertrag abzuschließen und darüber im Kreisausschuss sowie im Kreistag zu berichten. So soll Zeit eingespart werden.
Das Marienhospital in Letmathe hatte im November 2019 seinen Krankenhausbetrieb eingestellt. Das rund 12.000 Quadratmeter große Areal befindet sich im Besitz der Märkischen Kliniken GmbH, wobei die katholische Kirchengemeinde St. Kilian ein vertraglich verankertes Rückübertragungsrecht aus dem Jahr 1984 besitzt. Seit Anfang 2024 laufen Verhandlungen zwischen den Märkischen Kliniken, der Kirchengemeinde und der STADTprojekt Iserlohn GmbH über eine mögliche Vertragsgestaltung zur Entwicklung des Geländes.
Geplant ist, dass die städtische Tochtergesellschaft STADTprojekt das Grundstück von der Kirchengemeinde erwirbt, die Bestandsgebäude abreißt und dort ein Wohnbaugebiet entsteht. Eine zügigere Umsetzung scheiterte bislang an offenen Fragen zur Unterbringung oder der Stilllegung des im ehemaligen Krankenhausgebäude befindlichen Märkischen Dialysezentrums sowie an der Entflechtung der energetischen Versorgung des benachbarten Märkischen Seniorenzentrums. Letzteres wird noch immer von einer Heizzentrale innerhalb des ehemaligen Krankenhauses versorgt.
Die Fraktionen von CDU, SPD, UWG und Die Linke hatten den Antrag zur Entwicklung des Grundstücks eingebracht. Ziel ist, so schnell wie möglich die vertraglichen Voraussetzungen für eine Wohnbauentwicklung zu schaffen. Der Kreistag stimmte dafür.
Dialysezentrum und Tagespflege werden geschlossen
Mehrheitlich beschlossen wurde die Schließung des Dialysezentrums in Iserlohn-Letmathe. Es gab zwölf Gegenstimmen. Zudem stimmte der Kreistag für die Schließung der Tagespflege Werdohl zum nächst möglichen Zeitpunkt, voraussichtlich zum 30. Juni – bei einer Enthaltung und drei Gegenstimmen.
Fortschreibung des Nahverkehrsplans beschlossen
Die Fortschreibung des Nahverkehrsplans Märkischer Kreis für den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) sorgte diesmal nicht für anhaltende Diskussionen. Stattdessen gab es ein einstimmiges Votum. Die finalisierte Fassung des fortgeschriebenen Nahverkehrsplans soll rechtzeitig vor den weiteren Sitzungen und spätestens bis zum 15. Mai zur Beratung in den Fraktionen und zur Beschlussfassung im Kreistag vorliegen.